Rassen

Rassenbeschreibung

Hier werden die verschiedensten Rassen, welche in unserem Verein gezüchtet werden, laut Deutschem Einheitsstandard beschrieben und eingeteilt.

Sittiche

Kakadus / Nymphensittiche

  • Nymphensittich

    Nymphensittich

    Kennzeichen:

    Länge: ca. 30-32 cm 
    Gewicht: ca. 80-100 g

    Männchen: grau, Unterseite etwas blasser, Stirn, Wangen, Kehle und Haube gelb, roter Fleck um die Ohrregion. Schnabel grau, Iris dunkelbraun, Beine grau. 

    Weibchen: Kopf und Haube grau mit etwas gelb überhaucht, Ohrfleck matter als beim Männchen, Armschwingen grauweiß, Schwanzunterseite mit grauweißer Querbänderung. 

    Jungvögel: den Weibchen ähnlich, manche Männchen bereits intensiver gefärbt. Volle Ausfärbung nach ca. 9 Monaten.

    Heimat:

    Inneres von Australien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, Kardi, Platahirse, Hafer, Weizen, Hafer, Buchweizen, wenige Sonnenblumenkerne, Hagebuttenkerne, Negersaat, Wildsamen, Paddyreis, Leinsaat, Hanf, Gurkenkerne), Keimfutter, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Haltung in großem Käfig oder Voliere mit viel Freiflug oder Außenvoliere (Mindestmaße: 2,50×1,50×2 m LxBxH) mit frostfreiem Schutzraum.

    Nymphensittiche sind robust und ausdauernd. Sie nagen im Vergleich zu anderen Großsittichen relativ wenig. Trotzdem sollten frische Zweige und Spielzeug wie z.B. eine Korkrinde zum Nagen zur Verfügung stehen, da Möbel und Tapete sonst oft leiden. Allerdings hiflt anderes Spielzeug nicht immer, um von Tapeten und Möbeln abzulenken. 
    Sie lassen sich oft gerne mit Wasser beregnen oder baden gerne. Deshalb sollten sie regelmäßig mit einer Blumenspritze besprüht werden und / oder eine Badegelegenheit angeboten bekommen. Sie können sehr zahm werden und einige Töne und Wörter nachahmen. In der Regel sind sie ruhige Sittiche, die aber laut rufen können, was in Mietwohnungen auch zu Problemen mit Nachbarn führen kann. Typisch für Männchen ist ihr meliodiöser Balzgesang. Weibchen haben nicht so viele Töne in ihrem Repertoire.

    Nymphensittiche sind sehr friedliche Sittiche, die mit anderen friedlichen Sittichen, z.B. Wellensittichen oder Laufsittichen, oder auch mit Prachtfinken zusammen gehalten werden können.

    Zucht:

    Es gibt keine feste Brutzeit im Jahr. Die Zucht ist relativ einfach. Nymphensittiche können während der Brut zusammen gehalten werden. Es sollten ungefähr doppelt so viele Nistkästen zur Verfügung stehen wie Nymphensittichpaare vorhanden sind. 
    Ab dem 9. Monat fortpflanzungsfähig. Mehr als 2-3 Bruten / Jahr bzw. zwei Bruten nacheinander sollten nicht zugelassen werden. 
    Legeabstand: 2 Tage. Die Eier werden ab dem 2. oder 3. Ei bebrütet. Männchen und Weibchen brüten abwechselnd. 

    Nistkastenmaße: 25x20x40 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 8 cm. 
    Gelege 4-7 Eier, Brutdauer ca. 18-21 Tage, Nestlingszeit ca. 5 Wochen, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen. 

    Ringgröße: 5,5 mm Ø. Beringung am 7. Lebenstag.

    Lebenserwartung:

    im Durchschnitt ca. 15-20 Jahre, 25 Jahre und mehr sind möglich

Wellensittiche

  • Schauwellensittich

    Wellensittich

    Wellensittich

    Kennzeichen:

    Länge: 18 cm, sog. Standardwellensittiche oder Schauwellensittiche größer (24,5 cm) 

    Gewicht: ca. 30-50 g, Standardwellensittiche z.T. deutlich mehr 

    Männchen: grün, Kopf gelb, Hinterkopf, Nacken und Flügel gelb-schwarz gewellt, Wangenfleck blau, Kehltupfen schwarz, Schwanzfedern blau. Schnabel hornfarben, Wachshaut blau, Iris gelb, Beine graublau. 

    Weibchen: wie Männchen, Wachshaut bräunlich. 

    Jungvögel: matter gefärbt, Kehltupfer kleiner, Wachshaut fleischfarben bis bläulichweiß, Iris schwarz. Nestjunge Weibchen mit feinem weißen Ring um die Nasenlöcher, Männchen fehlt dieser. Volle Ausfärbung nach 6-8 Monaten.

    Heimat:

    Zentralaustralien

    Nahrung:

    Wellensittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Kanariensaat, Hafer, Leinsamen, Negersaat, Hanf, Wildsamen) Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren.

    Haltung:

    Haltung in Käfig (Mindestmaße 1×0,5×1 m LxBxH) mit Freiflug. Ein etwas kleinerer Käfig mit sehr viel oder sogar ganztags Freiflug ist möglich. Oder Haltung in Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße der Außenvoliere 2x1x2m LxBxH für bis zu 2 Pärchen) mit frostfreiem Schutzraum.

    Wellensittiche sind robust und ausdauernd, neugierig und zutraulich. Sie sind vergleichsweise leise, können aber auch etwas lauter schimpfen. Sie können manchmal einige Wörter oder Töne nachahmen. Sie nagen vergleichsweise wenig. Trotzdem sollten ihnen immer frische Knabberzweige, Korkrinde etc. zur Verfügung stehen, da sie sich sonst gerne an Tapeten und Möbeln austoben. Sie baden unterschiedlich gerne und lassen sich unterschiedlich gerne beregnen. Auch wenn sie nicht gerne baden oder sich beregnen lassen, sollten sie ab und zu mit einer Blumenspritze mit lauwarmen Wasser besprüht werden. Das ist gut für das Gefieder. Sie baden oft nicht gerne in den im Handel angebotenen Plastikbadewannen, sondern lieber in Blumenuntersetzern, in feuchtem Salat (z.B. Löwenzahn, keinen feuchten Salat zum Fressen anbieten!) oder ähnlichem. 

    Sie können gut in der arteigenen Gruppe und (mindestens paarweise) mit anderen friedlichen Sitticharten (z.B. Nymphensittichen) zusammengehalten werden. Sie dürfen nicht mit Agaporniden (Unzertrennlichen) zusammengehalten werden! Agaporniden sind normalerweise aggressiv gegenüber anderen Sitticharten, so dass es schon häufig zu Bissen in die Beine, Beinverlust oder sogar zum Tod eines Wellensittichs gekommen ist. Auch wenn dies in älteren Büchern noch anders dargestellt ist, Agaporniden sind keine gute Gesellschaft für Wellensittiche! 

    Wellensittiche sind für Anfänger in der Sittichhaltung und für die Wohnungshaltung gut geeignet, brauchen aber möglichst viel Freiflug.

    Zucht:

    Fortpflanzungsfähig ab ca. 3 Monaten. Sie sollten nicht vor einem Jahr zur Brut zugelassen werden. Brutbeginn ab März / April. Wer mehrere Paare zusammen brüten lassen möchte, sollte doppelt so viele Nistkästen wie Paare vorhanden sind in möglichst großem Abstand vonaneinder aufhängen. So können Streitigkeiten um die Nistkästen vermieden werden. 
    Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 1. Ei. Das Weibchen brütet fest und wird vom Männchen gefüttert. Nistkastenkontrollen werden nicht verübelt. 

    Nistkastenmaße: ca. 25x15x15 cm LxHxB oder 15x15x25 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: ca. 5 cm, Bodenbelag: Sägespäne. 

    Gelege 4-6 (10) Eier, Brutdauer ca. 18 Tage, Nestlingszeit ca. 30 Tage, Selbständigkeit ca. 2 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 4,0 mm Ø. Beringung zwischen dem 6. und 8. Lebenstag. 

    Wellensittiche haben sich auch als Ammenvögel für andere Sitticharten und Agaporniden (Unzertrennliche) bewährt, auch wenn sie ansonsten wegen möglicher Aggressionen der Agaporniden nicht mit ihnen zusammengehalten werden sollten.

    Lebenserwartung:

    im Durchschnitt ca. 8-10 Jahre, bis zu ca. 15 Jahre sind möglich., in Ausnahmefällen mehr. Standardwellensittiche / Schauwellensittiche oft nur ca. 6-8 Jahre.

Dickschnabelsittiche

  • Katharinasittich

    Katharinasittich

    Kennzeichen:

    Länge: ca. 16 cm 
    Gewicht: ca. 50 g

    Männchen: grün, Kopfseiten und Unterseite eher gelblichgrün, Federn im Nacken, auf Rücken, Bürzel und Schwanzdecken mit schwarzen Säumen, Flügelbug schwarz, Schwanzfedern kurz und grün mit schwarzer Spitze. Schnabel hornfarbig, Wachshaut weißlich, schmaler nackter Augenring grau, Iris dunkelgrau, Beine rosa.

    Weibchen: wie Männchen.

    Jungvögel: blasser, Vorderkopf mit leicht bläulichem Schimmer

    Heimat:

    Süd-Mexiko bis West-Panama

    Nahrung:

    Wellensittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Hafer, Kardi, Weizen, Negersaat, Wildsamen), Sonnenblumenkerne, Waldvogelfutter ohne Rübsen, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Haltung in Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 3x1x2m LxbxH) mit frostfreiem Schutzraum. Die Voliere sollte Versteckmöglichkeiten bieten (Zweige, ungiftige Pflanzen), damit sich die Sittiche zurückziehen können.

    Aus diesem Grund sind Käfige für die Haltung nicht geeignet, da sie zu wenig Platz für Rückzugsmöglichkeiten bieten. Viele Sitzstangen sollten einen Durchmesser von mindestens 4 cm haben, damit die Sittiche darauf laufen können.

    Katharinasittiche sind ausdauernd, ruhig, zutraulich und friedlich. Ihre Stimme ist angenehm, sie reicht von einem leise plauderndem gurrenden Zwitschern bis zu lauteren Rufen, die allerdings deutlich leiser sind als die der großen Sittiche. Ihr Nachahmungstalent ist wenig ausgeprägt. Sie klettern gerne, fliegen aber weniger wie andere Sittiche. Oft hängen sie kopfüber an der Gitterdecke oder an Zweigen, um ihre Umgebung zu beobachten. Sie laufen oft in schleichender, fast waagerechter Haltung herum. Bei vermeintlicher Gefahr verharren sie auf ihre Tarnfarbe vertrauend regungslos, bei Erregung wird zusätzlich der Schwanz mehrmals auf- und zugefächert.

    Bei Erschrecken fliegen sie ziellos umher und können sich leicht verletzen, deshalb sollte man im Umgang mit ihnen vorsichtig sein und nachts grundsätzlich eine kleine gedämpfte Lampe zur Orientierung anlassen. 

    Sie nagen kaum, haben aber Interesse an frischen Zweigen zum Knabbern. Ihr Badebedürfnis ist gering, trotzdem sollte regelmäßig eine Badegelegenheit (bei Wohnungshaltung Dusche mit Pflanzensprühflasche oder Beregnungsanlage in Außenvoliere, da Badeschalen meistens ignoriert werden) angeboten werden. Sie neigen zu übermäßigem Krallenwachstum, dieses muß beobachtet werden um Verletzungen durch Hängenbleiben zu vermeiden.

    Katharinasittiche sind sehr partnerbezogen, bei dem Tod eines Partners sollte etwas gewartet werden, bevor ein neuer Partner dazugeholt wird, da er sonst häufig erstmal nicht vom „alten“ Sittich akzeptiert wird.

    Sie können in der arteigenen Gruppe gehalten werden. Da sie sich von Natur aus nicht gegen Attacken anderer Sittiche wehren, müssen sie bei einer Vergesellschaftung mit anderen sehr friedlichen Sittichen zusammen gehalten werden (z.B. Wellensittiche, Nymphensittiche, Bourkesittiche, Pflaumenkopfsittiche). Sie können auch mit Kanarienvögeln zusammen gehalten werden.

    Sie sind für Anfänger in der Sittichhaltung geeignet, wenn diese die Besonderheiten in der Haltung berücksichtigen.

    Zucht:

    Ab ca. 1 Jahr fortpflanzungsfähig, manchmal früher. Brutzeit April bis August, bei Haltung in der Wohnung ganzjährig.

    Katharinasittiche können während der Brut zusammen gehalten werden. Gebrütet wird in Nistkästen oder Naturstammhöhlen.

    Brutbeginn in der Regel ab dem 2. Ei. 2-3 Bruten / Jahr. 
    Das Weibchen brütet fest und wird vom Männchen gefüttert. Nistkastenkontrollen sind in der Regel problemlos.

    Nistkastenmaße: ca. 20x20x30 cm LxBxH oder ca. 25x15x15 LxHxB (entspricht etwa Wellensittichnistkasten), Einschlupflochdurchmesser: 5-6 cm, Bodenschicht: Sägespäne oder Mischung aus Torfmull und Sägespänem.

    Gelege 4-5 (7) Eier, Brutdauer ca. 20 Tage, Nestlingszeit ca. 6 Wochen, Selbständigkeit ca. 2-3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 4,5 mm Ø. Beringung im Alter von ca. 10 Tagen.

    Lebenserwartung:

    ca. 10 Jahre, gelegentlich auch mehr

Edelsittiche

  • Großer Alexandersittich

    Großer Alexandersittich

    Kennzeichen:

    Länge: 58 cm

    Männchen: grün, Vorderseite hellgrün mit grauem Anflug, schwarzes Halsband bis zu den Halsseiten, rosa Nackenband. Schulterfleck rotbraun, Schwanzoberseite grünlich, Schwanzunterseite gelb. Schnabel rot, Iris hellgelb, Beine grau.

    Weibchen: kleiner, schwarzes Halsband und rosa Nackenband fehlen, mittlere Schwanzfedern etwas kürzer.

    Jungvögel: ähnlich Weibchen, Iris dunkler, kürzere Schwanzfedern. Volle Ausfärbung nach 3 Jahren.

    Heimat:

    Asien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (verschiedene Hirsearten, Glanz, wenig Sonnenblumenkerne, Weizen, Buchweizen, Hafer, Hanf, Paddyreis, Wildsamen), viel Obst, Grünfutter, Gemüse, Beeren, etwas Mais

    Haltung:

    Haltung in Metallvoliere oder Außenvoliere aus Metall (Mindestmaße: ca. 5×1,50×2 m LxBxH) mit frostfreiem Schutzraum. 

    Alexandersittiche sind relativ robust und ausdauernd. Sie sind mit ihren kreischenden Schreien sehr laut. Ihr Nachahmungstalent ist bescheiden. Sie sind zutraulich, baden gerne und nagen sehr viel, weshalb Nagezweige und Naturstämme zur Verfügung stehen sollten. Sie vertragen sich normalerweise nicht mit anderen Sitticharten. Sie eignen sich wegen ihrer Größe und ihrer Stimme nicht gut für die Wohnungshaltung.

    Zucht:

    Während der Brutzeit muß das Paar alleine gehalten werden. Mit 3 Jahren fortpflanzungsfähig, Weibchen teilweise früher. In der Regel 1 Brut / Jahr. Brutzeit in der Regel ab Januar / Februar oder März. In Außenvolieren sollten Nistkästen in beheiztem Schutzraum aufgehängt werden, da es sonst zu Legenot kommen kann. Sie sollten dickwandig sein, da sie sonst dem Nagebedürfnis der Sittiche nicht standhalten. Das Weibchen brütet allein und wird vom Männchen gefüttert.

    Nistkastenmaße: ca. 30x30x60 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 10 cm, Bodenschicht: ca. 4 cm Hobelspäne oder Holzmulm.

    Gelege 2-4 Eier, Brutdauer 28 Tage, Nestlingszeit ca. 7 Wochen, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen. 
    Ringgröße: 7,5 mm Ø.

    Halsbandsittich

    Halsbandsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 40 cm 
    Gewicht: ca. 115-140 g

    Männchen: grün, Gesichtsmaske, Unterseite und Unterflügeldecken gelbgrün, Hinterkopf mit bläulichem Anflug, Halsband schwarz, Nackenband rosa, schwarzes Band zwischen Schnabel und Augen. Schwanzoberseite grün, mittlere Schwanzfedern bläulichmit gelben Spitzen. Oberschnabel rot mit schwarzer Spitze, Unterschnabel schwarz, Iris hellgelb, Beine gräulich.

    Weibchen: ohne Halsband und schwarzem Band zwischen Schnabel und Auge, Nackenband grünlich, mittlere Schwanzfedern kürzer.

    Jungvögel: blasser, Kopf und Nacken grün, Iris grauweiß. Umfärbung beim Indischen Halsbandsittich beginnt mit ca. 15-18 Monaten, volle Ausfärbung nach ca. 32 Monaten, beim Afrikanisichen Halsbandsittich beginnt die Umfärbung später, die volle Ausfärbung ist ebenfalls später abgeschlossen.

    Heimat:

    Südost Asien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (verschiedene Hirsearten, Glanz, wenig Sonnenblumenkerne, Weizen, Buchweizen, Hafer, Hanf, Wildsamen), viel Obst und Gemüse, Grünfutter, Beeren, Keimfutter (kann mit Eifutter, Blütenpollen, Bierhefe (Vitamin B) oder etwas Traubenzucker gemischt werden)

    Haltung:

    In Europa wird hauptsächlich der Indische Halsbandsittich gehalten. Der Halsbandsittich ist einer der wenigen Sitticharten, bei denen eine Unterart die Nominatform verdrängt. 
    Haltung in Metallvoliere (2x1x2 m LxBxH) oder Außenvoliere aus Metall (Mindestmaße: 3×1,50×2 m LxBxH für ein Paar) mit frostfreiem Schutzraum.

    Halsbandsittiche sind relativ ausdauernd und wenig scheu. Sie besitzen eine laute schrille Stimme, lassen aber auch angenehme zwitschernde Unterhaltungslaute vernehmen. Da sie viel nagen, sollten stets frische Knabberzweige mit Knospen oder Blüten zur Verfügung stehen. Sie baden gerne oder lassen sich gerne beregnen. Ihr Nachahmungstaltent ist in der Regel eher gering.

    Da sie sehr gesellig sind, können außerhalb der Brutzeit mehrere Paare zusammen gehalten werden. Mit kleineren Sittichen vertragen sie sich häufig nicht.

    Halsbandsittiche eignen sich für Anfänger in der Sittichhaltung. Man sollte sich möglichst ein harmonisierendes Paar besorgen oder einen blutsfremden und gegengeschlechtlichen Partner, da es sonst während des Erwachsenwerdens zu Aggressionen kommen kann.

    Zucht:

    Während der Brutzeit sollten die Paare alleine gehalten werden. Ab dem 3. Lebensjahr fortpflanzungsfähig, manchmal früher. Weibchen legen manchmal bereits im 2. Lebensjahr Eier, die allerdings meistens unbefruchtet sind.

    Brutzeit im März oder April, manchmal bereits im Februar. Bei günstigen Bedingungen mehrere Bruten / Jahr. Es sollten aber maximal 2 Bruten pro Jahr zugelassen werden. 
    Legeabstand: 2 Tage. Brutbeginn ab dem 2. oder 3. Ei, manchmal etwas später.

    Das Weibchen brütet fest und wird vom Männchen gefüttert. Halsbandsittiche sind Nistkastenkontrollen gegenüber normalerweise nicht sehr empfindlich. Bei der Zucht in einer Außenvoliere sollte der Schutzraum bei kalten Temperaturen (unter 5° C) geheizt werden, da das Weibchen die Jungvögel im Alter von ca. 3 Wochen nicht mehr jede Nacht wärmt und sie sehr kälteempfindlich sind.

    Nistkastenmaße: ca. 25x25x40 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: ca. 8-9 cm, Bodenbelag: Holzmulm.

    Gelege 3-4 (6) Eier, Brutdauer ca. 23 Tage, Nestlingszeit ca. 7 Wochen, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 7,0 mm Ø. Beringung zwischen dem 10. und 15. Lebenstag.

    Lebenserwartung:

    ca. 20-30 Jahre

    Pflaumenkopfsittich

    Pflaumenkopfsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 33 cm

    Männchen: Kopf pflaumenfarbig, Halsring schwarz, Nackenband blaugrün. Brust und Bauch olivgrün, Flügel grün, Schulterfleck rotbraun. Oberschnabel hellorange, Iris hellgelb, Beine grau.

    Weibchen: Kopf blassbläulichgrau, ohne Schulterfleck, blassere Färbung.

    Jungvögel: Kopffärbung grünlich, Schnabel gelblich. 
    Geschlechtererkennung: 
    Nach der ersten Mauser sind die Köpfe bei beiden Geschlechtern gräulich gefärbt (ähnlich dem erwachsenen Weibchen), so dass noch kein Unterschied zu erkennen ist. Männchen beginnen mit ca. 6-9 Monaten mit ersten Balzgesängen, im Alter von ca. 15 Monaten wird der Schulterfleck bei ihnen sichtbar. Vollständige Ausfärbung mit ca. 2,5 Jahren.

    Heimat:

    Indien, Nepal, Buthan, Bangladesh, Sri Lanka, Insel Rameswaram

    Nahrung:

    Großsittichfutter (verschiedene Hirsearten, Glanz, Hafer, Kardi, Hanf, Buchweizen, wenig Sonnenblumenkerne, Weizen, Negersaat, Wildsamen), Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Haltung in großem Käfig mit viel Freiflug, Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 3×1,50×2 m LxBxH für ein Paar) mit mäßig warmen Schutzraum (Mindesttemperatur: 5°C, besser etwas mehr).

    Pflaumenkopfsittiche können zutraulich werden, sind ruhig und nagen relativ wenig. Deshalb ist die Haltung in einer Holzvoliere mit einem Angebot an Nagezweigen mit Blüten und Knospen möglich. Ihre Stimme ist in der Regel angenehm plaudernd, aber sie können auch laut rufen, worauf in der Literatur häufig nicht hingewiesen wird. Sie besitzen wenig Nachahmungstalent. Sie sind sehr aktiv, deshalb sollten viele Klettermöglichkeiten angeboten werden. In Käfigen und ohne viel Beschäftigung können sie allerdings apathisch werden. Sie sind sehr verträglich und können außerhalb der Brutzeit mit anderen friedlichen Sittichen oder Prachtfinken zusammen gehalten werden. Sie sollten nur mit verträglichen Sittichen zusammen gehalten werden, da sie sich gegen andere Arten häufig nicht durchsetzen können.

    Sie sind auch für Anfänger in der Sittichhaltung geeignet.

    Zucht:

    Sie sollten während der Brutzeit paarweise gehalten werden, damit sie ungestört brüten können. Fortpflanzungsfähig ab 2 Jahren. In der Regel 1 Brut / Jahr. Brutzeit im Winter oder im April (in der Außenvoliere).

    Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 2. Ei.

    Das Weibchen brütet fest und wird vom Männchen gefüttert.

    Nistkastenmaße: ca. 20x20x30 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 6 cm, Bodenbelag: Hobelspäne oder Holzmulm.

    Gelege 3-6 Eier, Brutdauer ca. 20 Tage, Nestlingszeit ca. 6 Wochen, Selbständigkeit ca. 2-3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 5,5 mm Ø. Beringung im Alter von ca. 6-8 Tagen.

Grassittiche

  • Glanzsittich

    Glanzsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 20 cm 
    Gewicht: ca 35-45 g

    Männchen: grün, Vorderkopf und obere Flügeldecken blau, Kehle und Oberbrust rot, Bauch und Schwanzunterseite orangegelb. Schnabel schwärzlich, Wachshaut braunschwärzlich, Augenring grau, Iris braun, Beine dunkelgrau.

    Weibchen: ähnlich Männchen, etwas blasser, Brust grün, weißlicher Unterflügelstreif.

    Jungvögel: ähnlich Weibchen, blasser. Umfärbung nach ca. 3 Monaten, volle Ausfärbung nach 2 Jahren. Im Alter von ca. 4-6 Monaten sind die Gechlechter deutlich an der Brustfärbung des Männchens zu unterscheiden. Vorher ist dies nur an der Unterflügelfarbe zu erkennen. Diese ist bei Männchen schwarz und bei Weibchen grauschwarz. Die Männchen sind am Kopf kräftiger blau gefärbt als die Weibchen.

    Heimat:

    Südaustralien, Westaustralien, südliches Nordaustralien, westliches Neusüdwales, gelegentlich in Nord-Victoria

    Nahrung:

    Neophemenfutter oder Wellensittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Hafer, Weizen, Buchweizen, Kardi, Leinsamen, Negersaat, Wildsamen), ggf. mit Taubenfutter gemischt, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Haltung in Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße 2,50x1x2m LxBxH für ein Paar) mit frostfreiem Schutzraum. Außenvolieren sollten mit Gras bewachsen sein und ggf. einigen Büschen bepflanzt werden. In Außenvolieren ist eine regelmäßige Entwurmung notwendig.

    Für die Käfighaltung sind Glanzsittiche nicht geeignet. 
    Früher waren Glanzsittiche recht empfindlich gegenüber Kälte und Nässe. Inzwischen sind relativ robuste und ausdauernde Zuchstämme gezüchtet worden. Sie haben eine angenehm leise zwitschernde Stimme und sind zutraulich. Sie nagen kaum. Trotzdem sollten ihnen stets frische Knabberzweige zur Verfügung stehen. Sie baden unterschiedlich gerne. Sie sollten paarweise gehalten werden, können aber auch paarweise mit Prachtfinken zusammen gehalten werden. Sie sind für Anfänger in der Vogelhaltung und -zucht geeignet.

    Zucht:

    Die Zucht von Glanzsittichen ist nicht schwierig. Während der Brut sollte das Paar alleine gehalten werden, da es aggressiv gegenüber anderen Vögeln werden kann. 
    Fortpflanzungsfähig ab 8-12 Monaten. Sie sollten erst ab 1 bis 1,5 Jahren zur Brut zugelassen werden, da sie sonst das Gelege vernachlässigen können. Bei zu jungen Weibchen kann es zu Legenot kommen.

    Brutzeit ab April / Mai. Mehr als 2 Bruten pro Jahr sollten nicht zugelassen werden. Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 2. Ei.

    Es muß auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit geachtet werden (ggf. Nistkasten mit lauwarmen Wasser besprühen). Da viele Weibchen während der Brutzeit kleine Grashalme im Bürzelgefieder in das Nest tragen, sollten diese während dieser Zeit angeboten werden. Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert. Das Männchen beteiligt sich später an der Fütterung der Jungvögel. Nach dem Ausfliegen füttert das Männchen die Jungvögel weiter, während das Weibchen häufig eine neue Brut beginnt. Nach Erreichen der Selbständigkeit müssen die Jungvögel von den Eltern getrennt werden, da das Männchen dann möglicherweise sehr aggressiv reagieren kann und seine Jungen im schlimmsten Fall sogar tödlich verletzen kann.

    Züchter haben die Erfahrung gemacht, dass die Jungvögel anfangs sehr schreckhaft sind und oft wild herumfliegen. Daher wird empfohlen in der ersten Zeit einen gradlinigen Flug durch zusätzliche Zweige zu verhindern, um Verletzungen und Todesfälle durch einen zu schnelle Flug gegen das Gitter und Wände zu verhindern. Das Volierengitter sollte mit Schilfmatten kenntlich gemacht werden.

    Nistkastenmaße: ca. 15x15x30 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 5-6 cm, Bodenbelag: Sägespäne und / oder Torf oder Holzmulm. Auch Naturstammhöhlen werden gerne angenommen. Für Zuchtabsichten sollte man verschiedene Nistkästen und Bruthöhlen gleichzeitig anbieten, aus dem sich das Brutpaar „seinen“ Kasten aussucht.

    Gelege 3-6 Eier, Brutdauer ca. 18 Tage, Nestlingszeit ca. 30 Tage, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 3,8 mm Ø.

    Neophemas

    Neophemas

    Kennzeichen:

    Länge: 20 cm
    Gewichte: Männchen 37-44 Gramm, Weibchen 38 Gramm

    Obwohl sich die Eltern sehr ähnlich sehen, gibt es doch einige auffallende Unterschiede: das Männchen ist farbintensiver, hat mehr blaue Kopffedern und zeigt einen rotbraunen Streifen auf den Schultern. An der Unterseite der Flügel hat es keinen Streifen, im Gegensatz zu manchen Weibchen.Diese Unterscheidungsmerkmale sind auch häufig schon bei den Jungen zu erkennen. Obwohl er dem Weibchen im allgemeinen sehr ähnelt, kann der junge Hahn den gefärbten Schulterstreifen und den blauen Kopf zeigen. Nach etwa einem halben Jahr verfärben sie sich, und im Alter von einem Jahr sind sie geschlechtsreif. Einige Vögel zeigen eine rötliche Bauchfärbung, eine normale Erscheinung bei den Neophemas, die auch beim freillebenden Schönsittich festzustellen ist.

    Nahrung:

    Schönsittiche fressen am liebsten kleine Sämereien, vor allem von Gräsern und kräutartigen Pflanzen. Außerdem nehmen sie Grünfutter und Insekten und deren Larven zu sich. Ihre Nahrung suchen sie in Bodennähe.

    Haltung:

    Auch ihre Nester suchen sie in Bodennähe in hohlen Ästen und Stämmen.In der Voliere können die gleichen Brutkästen gebraucht werden, die auch für andere Neophemas zur Verfügung stehen und es gelten dieselben Maße: 30 x 15 x 15cm und 5cm für den Durchmesser des Schlupflochs.

    Zucht:

    Ist die Voliere ausreichend groß und ist einige Bepflanzung mit Sträuchern vorhanden, so können diese Sittiche in Kolonien gezüchtet werden. Da die Männchen eventuell aggressiv werden können (auch gegenüber ihren eigenen Jungen), ist es wahrscheinlich einfacher pro Voliere ein Paar unterzubringen, wobei eine Länge von drei Metern ausreichend ist.Die Henne bebrütet etwa achtzehn Tage die vier bis sieben Eier und nach weiteren vier Wochen fliegen die Jungen aus. Während des Brütens wird das Weibchen auf und außerhalb des Nestes von dem Hahn gefüttert. Erst ungefähr vierzehn Tage nach dem Schlupf zeigt das Männchen Interesse für seine Nachkommen und hilft bei der Fütterung. Sollte das Männchen die Neigung haben, hinter seinen Jungen herzujagen, dann müssen sie umquartiert werden. Solange die Jungen noch unselbständig sind (also noch bis etwa drei Wochen nach dem Ausfliegen), kann der Hahn für einige Zeit in einer anderen Voliere untergebracht werden. Eben ausgeflogene Jungvögel sind oft sehr scheu und neigen zu Panikreaktionen. In vielen Fällen folgen noch ein zweites und drittes Gelege in derselben Brutsaison.Ein australischer Vogelfreund hielt sechs Paare in einer Voliere von neun mal vier Metern. Er mußte die Jungen, sobald sie selbständig waren, einfangen und ausquartieren, da die anderen Pärchen ihnen gegenüber sehr aggressiv reagierten.Ein Liebhaber in England hatte verschiedene Paare in Käfigen von 120 x 60 x 90 cm und mußte konstatieren, daß die Vögel absolut keine Anstalten machten, mit dem Nestbau zu beginnen. Nachdem er alle Paare in einer großen Freivoliere untergebracht hatte, bekamen sie ohne Ausnahme Junge.

    Ringgröße: 4 mm Ø

    Schönsittich

Keilschwanzsittich

  • Goldscheitelsittich

    Goldscheitelsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 30 cm

    Männchen: grün, zum Bauch hin rotbraun. Wangen, Ohrdecken und Bereich bis unter den Schnabel gelblich oder gelblichgrün. Stirn, Scheitel und Augenregion rot. Federn von Unterrücken und Bürzel grün mit roten Säumen. Oberflügeldecken und äußere Schwingen blau, Unterflügeldecken orange, Schwanzfedern olivgrün mit bläulicher Spitze. Schnabel schwärzlich, nackter Augenring weiß, Iris braun, Beine gräulich.

    Weibchen: wie Männchen.

    Jungvögel: weniger Gelb, dafür mehr Rot auf dem Kopf, Wangen und Ohrdecken grün, Unterrücken und Bürzel teilweise blaßrot, Augenring schwärzlich.

    Heimat:

    Nordost- Brasilien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Weizen, Sonnenblumenkerne, Negersaat, Hirse, Hafer, Hanf, Buchweizen, Wildsamen) Mais, viel Obst, Gemüse, Grünfutter, viele Beeren

    Haltung:

    Haltung in Metallvoliere oder Außenvoliere aus Metall (Mindestmaße: 3×1,50×2 m LxBxH) mit frostfreiem Schutzraum. Eine dickwandige Schlafhöhle aus Hartholz (Maße ca. 50x20x30 cm LxBxH) sollte zur Verfügung stehen. 

    Goldscheitelsittiche sind robust und ausdauernd. Sie sind friedlich, lebhaft und verspielt. Sie sind bekannt für ihre lauten, störenden Schreie. Etwas Nachahmungstalent ist vorhanden. Sie sind starke Nager, deshalb benötigen sie frische Zweige zum Knabbern. Ihnen sollte eine Badegelegenheit angeboten werden. Sie können in der arteigenen Gruppe oder mit größeren Papageienvögeln zusammen gehalten werden. 
    Wegen ihrer lauten Stimme sind für die Wohnungshaltung wenig geeignet (Nachbarn).

    Zucht:

    Während der Brutzeit sollten sie paarweise gehalten werden, da sie sehr aggressiv reagieren können. 2-3 Bruten / Jahr. Brutzeit in der Regel im Frühjahr. Es werden Nistkästen und Naturstämme angenommen.

    Nistkastenmaße: 20x20x70 cm LxBxH, Naturstammmaße: außen 40 cm Ø, Höhe: 70 cm. Einschlupflochdurchmesser: 7 cm.

    Gelege 2-4 (6) Eier, Brutdauer ca. 23 Tage, Nestlingszeit ca. 50 Tage, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 6,5 mm Ø.

Königssittiche

  • Königssittich

Laufsittiche

  • Ziegensittich

    Ziegensittich

    Kennzeichen:

    Länge: 27 cm 
    Gewicht: ca. 60 g

    Männchen: grün, Brust und Bauch etwas heller, Vorderkopf, Stirn und Fleck hinter dem Auge sowie beiderseits des Bürzels rot, Außenfahnen der Schwingen und Schwanzfedern blau, Schnabel blaugrau, Iris orange, Beine grau.

    Weibchen: wie Männchen, etwas kleiner.

    Jungvögel: weniger und blasseres Rot, Schnabel hornfarben, Iris dunkel, Schwanzfedern grün.

    Heimat:

    Neuseeland u. U.

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Buchweizen, Kardi, Weizen, Hafer, Hanf, Wildsamen, Sonnenblumenkerne), viel Obst und Gemüse, Grünfutter, Beeren, Keimfutter

    Haltung:

    Ziegensittiche unterscheiden sich in vielen Aspekten von anderen Sitticharten (außer den mit ihnen verwandten und sehr ähnlichen Springsittichen). 
    Haltung in Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 3x1x2 m LxBxH) mit frostfreiem Schutzraum.

    Für die Käfighaltung sind sie völlig ungeeignet, da sie lebhafter sind als die meisten anderen Sitticharten, fast hyperaktiv. Sie laufen viel auf dem Boden herum und klettern mit großer Geschwindigkeit und ohne Schnabelhilfe längere Strecken am Gitter rauf- und runter. Sie benötigen viele Klettermöglichkeiten (Leitern, Seile, entsprechendes Spielzeug, Vogelbaum, …) und bei Zimmerhaltung viel Freiflug! Sie sind sehr gute und schnelle Flieger. Es ist möglich sie in einem sehr großen (!) Käfig zu halten, wenn sie den ganzen Tag über Freiflug haben. Ein halber Tag Freiflug reicht schon nicht mehr aus!

    Futternäpfe sollten auch auf dem Boden stehen. Sie scharren gerne auf dem Boden oder in den Futternäpfen herum wenn sie nach Nahrung suchen. Daher sind flache Tonschalen auf dem Boden am besten geeignet. Häufig wird das Futter aus normalen Futterautomaten und flacheren Schalen, die in am Volierengitter hängen herausgescharrt und die Körner auf dem Boden aufgenommen. Dieses instinktive Verhalten sollte nicht unterbunden werden. Bei der Haltung mit anderen Sittichen haben sich die Tonschalen auf dem Boden und Edelstahlnäpfe am Gitter bewährt. Kleingeschnittenes Obst, Gemüse, Beeren oder Kolbenhirse greifen sie häufig mit dem Fuß, um dann zu fressen. Sie greifen durchaus auch mit einem Fuß durch das Volierengitter, um an Nahrung zu kommen.

    Da sie einen wesentlich schnelleren Stoffwechsel als die meisten anderen Sittiche haben, müssen sie häufiger Nahrung aufnehmen. Darauf sollte geachtet werden.

    Ziegensittiche sind neugierig und werden häufig schnell zutraulich. Sie baden sehr gerne, deshalb sollte stets eine flache Schale mit frischem Wasser zur Verfügung stehen. Sie nagen wenig, wenn ihnen frische Zweige zum Nagen zur Verfügung stehen. Ihre Stimme ist angenehm, sie reicht vom leisen über lauteres meckern bis zu mehrsilbigen piepsenden und zwitschernden Tönen. Sie sind für die Wohnungshaltung geeignet, wenn das Zimmer groß genug ist und sie fast den ganzen Tag draußen verbringen können und man mit dem Dreck (größere, flüssigere Kothaufen als z.B. Wellensittiche) und dem Beknabbern von Gegenständen, Büchern, klarkommt. Bücherregale sollten möglichst nicht in Reichweite von Ziegensittichen stehen. Das Zimmer sollte besonders vogelsicher sein, da Ziegensittiche sehr neugierig sind und alles genau erkunden. Sie schlüpfen auch in enge Lücken und sind häufig recht versteckt, daher sollte man vor dem Verlassen und dem Betreten des Zimmers darauf achten, wo sie sich aufhalten. Spielzeug wie Kartons oder Korkrinde werden gerne angenommen, auch um darin zu schlafen.

    Im Vergleich zu vielen anderen Sitticharten zeigen sie häufig wenig körperliche Zuneigung (Kraulen, Füttern etc.). Daraus sollte dennoch nicht der Eindruck entstehen, Ziegensittiche auch als Einzeltiere halten zu können!! Auch sie sind Schwarmvögel und halten sich stets in der Nähe des Partners auf, mit dem sie in ihrer Umgebung viel unternehmen. Deshalb ist die Anschaffung eines Paares am besten, da sie sich alleine schnell einsam fühlen.

    Außerhalb der Brutzeit können sie mit anderen Sitticharten, besonders mit Nymphen- und Wellensittichen, zusammengehalten werden. Es gibt allerdings auch dominante Ziegensittiche, die sich mit anderen Sittichen nicht vertragen, daher sollte die Vergesellschaftung besonders am Anfang gut beobachtet werden. Es müssen genügend Platz und ggf. Trennungsmöglichkeiten vorhanden sein. Während der Brutzeit sollten ebenfalls Trennungsmöglichkeiten vorhanden sein.

    Ziegensittiche sind für Anfänger in der Sittichhaltung und -zucht geeignet.

    Zucht:

    Das Paar sollte während der Brutzeit von anderen Sittichen getrennt werden, da das Männchen in der Regel aggressiv auf andere Sittiche reagiert, auch, wenn die Eier z.B. gegen Kunststoffeier ausgetauscht werden und daher kein Nachwuchs vorhanden ist. 
    Sie sind sehr brutfreudig und brüten auch ohne Nistkasten. Deshalb sollte ein Nistkasten rechtzeitig erworben werden.

    Es sind zwei bis drei nacheinanderfolgende Bruten möglich. Um eine Dauerlegerei zu vermeiden und das Weibchen nicht zu sehr zu beanspruchen sollten nur zwei Gelege zugelassen werden. Nach einigen Züchtererfahrungen kann man Weibchen vom Bruttrieb ablenken, indem man in den sogenannten „Ruhephasen“ mehrere Pärchen zusammensetzt.

    Ab 4-6 Monaten fortpflanzungsfähig, es sollte jedoch keine Brut vor dem Alter von einem Jahr zugelassen werden. Brutzeit ganzjährig möglich. Es sollten nur 2- bis maximal 3 Bruten / Jahr erlaubt werden. Winterbruten sollten in Außenvolieren vermieden werden. Das Weibchen brütet fest und wird vom Männchen gefüttert. Nistkastenkontrollen sind problemlos möglich.

    Legeabstand: alle 2 Tage. Brutbeginn ab dem 2. oder 3. Ei.

    Nistkastenmaße: ca. 20x20x35 cm LxBxH oder LxHxB (Hoch- und Querformat wird angenommen). Gleiche Größe für Naturhöhlen. Einschlupflochdurchmesser: 7 cm, Bodenbelag: Sägespäne und Torfmull, der ersetzt wird, wenn er hinausgeworfen wird. 
    Gelege 5-6 (9) Eier, Brutdauer ca. 20 Tage, Nestlingszeit ca. 35 Tage, Selbständigkeit ca. 2-3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 4,5 mm Ø.

    Lebenserwartung:

    ca. 10-15 Jahre

Plattschweifsittiche

  • Pennantsittich

    Pennantsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 36 cm 
    Gewicht: ca. 115-117 g, Weibchen etwas leichter.

    Männchen: scharlachrot, Wangenfleck blau, Rücken und Schultern schwarz mit dunkelroten Säumen, Schwingen schwarz mit dunkelblauen Außenfahnen, Flügelrand hellblau. Mittlere Schwanzfedern dunkelblau, äußere Schwanzfedern hellblau mit grauweißen Spitzen. Schnabel grauweiß, Iris braun, Beine grau.

    Weibchen: wie Männchen, Kopf und Schnabel meistens etwas kleiner.

    Jungvögel: grün, Kopf und Schenkel rot.Volle Ausfärbung mit ca. 14 Monaten.

    Heimat:

    Australien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Kardi, Weizen, Buchweizen, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Negersaat, Paddyreis, Wildsamen, Hafer, wenig Hanf), Keimfutter, Mais, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Haltung in Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße ca. 4x2x2 m LxBxH) aus Metall, mit frostfreiem Schutzraum. Die Haltung im Käfig ist für diese Sittichart nicht empfehlenswert. 
    Pennantsittiche sind sehr unverträglich. Sie sollten nur paarweise und nicht mit anderen Plattschweifsittichen in einer oder in benachbarten Volieren gehalten werden. Es gibt einige Fälle, in denen die Vergesellschaftung mit einem anderen Pennantsittichpaar und / oder anderen Sittichpaaren gelungen ist, allerdings sollte die Voliere dann entsprechend groß sein und Ausweichmöglichkeiten bieten.

    Sie sind robust und ausdauernd. Sie können sehr zutraulich werden. Ihre Stimme ist nicht sehr laut. Da sie viel nagen sollten immer frische Knabberzweige zur Verfügung stehen. Badegelegenheiten und / oder eine Beregnungsanlage sollte vorhanden sein.

    Da sie sich gerne auf dem Boden aufhalten, ist eine regelmäßige Kotuntersuchung auf Würmer in Außenvolieren empfehlenswert.

    Pennantsittiche sind für Anfänger in der Sittichhaltung und -zucht nur dann geeignet, wenn sie in Außenvolieren gehalten werden oder sehr viel Freiraum zur Verfügung steht und sie ein harmonisierendes gegengeschlechtliches Pärchen besitzen. Ansonsten kommt es häufig zu Problemen bei Plattschweifsittichhaltern, die meistens durch Aggressionen nach Erreichen der Geschlechtsreife gegenüber einem Partner oder auch anderen Sittichen ausgelöst werden. Deshalb empfiehlt es sich ein etwas älteres (ca. 1,5 Jahre) festes Pärchen zu erwerben. Interessenten sollten sich hier im Plattschweifsittichforum nochmal über die Erfahrungen anderer Halter informieren.

    Zucht:

    Die Zucht von Pennantsittichen ist nicht schwierig.

    Fortpflanzungsfähig ab ca. 14 Monaten, manchmal früher. Sie sollten nicht vor der Vollendung des 1. Lebensjahres zur Brut zugelassen werden, da das Risiko von schlechten Befruchtungsergebnissen, schwachen Jungvögeln und Legenot sonst zu groß ist.

    Das Paar sollte während der Brutzeit alleine gehalten werden, da das Männchen in dieser Zeit recht aggressiv ist. Bei der Brut von zwei Paaren innerhalb einer Voliere sollten die Brutkästen möglichst weit auseinander angebracht werden. Es sollte gut beobachtet werden, ob diese Kombination gelingt oder die Sittiche während der Brutzeit besser paarweise gehalten werden sollten.

    Das Männchen inspiziert die Bruthöhle als erstes und versucht das Weibchen hereinzulocken. Bei der Balz läßt das Männchen die Flügel etwas hängen und wiegt die gefächerten Schwanzfedern seitlich hin und her, dabei gibt es schwatzende Rufe von sich. Besonders morgens und abends jagt das Männchen das Weibchen, teilweise sehr heftig. Deshalb muß darauf geachtet werden, dass die Jagden nicht zu heftig werden und das Weibchen nicht zu sehr gestresst und geschwächt wird. Häufig dauert es lange, bis nach der ersten Bruthöhleninspektion das erste Ei gelegt wird.

    Das Weibchen brütet alleine. Während der Brutpausen wird es außerhalb der Bruthöhle vom Männchen gefüttert. Nistkastenkontrollen sollten in solchen Momenten vorgenommen werden.

    Das Weibchen füttert in den ersten Tagen alleine, später beteiligt sich auch das Männchen an der Versorung der Jungvögel. Kurz nach Erreichen der Selbständigkeit sollten die Jungvögel von den Eltern getrennt werden, wenn eine 2. Brut begonnen wird, da das Männchen sonst aggressiv reagieren kann. Wird keine 2. Brut begonnen, können die Jungvögel häufig auch länger (bis zu ca. einem halben Jahr) bei den Elternvögeln bleiben.

    Brutbeginn normalerweise im April / Mai. 1-2 Bruten / Jahr. Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 3. oder 4. Ei.

    Nistkastenmaße: ca. 30x30x50-100 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser ca. 9 cm, Bodenbelag ca. 5 cm Mischung aus Baummulm oder Torf und Sägespäne. Morsches Holz wird ebenfalls von einigen Züchtern angeboten. Dieses wird von den Pennantsittichen zernagt. Einige Weibchen entfernen den Bodenbelag ganz oder teilweise. Nistkästen sind möglich, dickwandige Bruthöhlen werden häufig bevorzugt.

    Gelege 4-6 (8) Eier, Brutdauer ca. 20-22 Tage, Nestlingszeit 5 Wochen, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 6,0 mm Ø. Beringung im Alter von gut einer Woche.

    Wenn das Weibchen nicht brütet (zu jung, zu großes Gelege, …) oder brüten kann (Krankheit, Tod) sind Rosellasittiche oder Singsittiche als Ammen geeignet.

    Lebenserwartung:

    ca. 20-25 Jahre

    Rosellasittich

    Rosellasittich

    Kennzeichen:

    Länge: ca. 30 cm 
    Gewicht: Männchen ca. 100-120 g 
    Gewicht: Weibchen ca. 90 g

    Männchen: Kopf, Hals, Brust, Unterschwanzdecken rot, Wangenflecken weiß, Bauch grüngelb zur Unterseite hin grün werdend, Rücken- und Flügelfedern schwarz mit gelben Säumen. Mittlere Fllügeldecken schwarz, untere Flügeldecken und äußere Deckfedern blau, Unterrücken grün. Schwanzoberseite dunkelblau, äußere Schwanzfedern hellblau, an der Spitze weiß. Schnabel grauweiß, Iris dunkelbraun, Beine graubraun.

    Weibchen: matter gefärbt, weißer Unterflügelstreif, häufig kleiner.

    Jungvögel: matter als Weibchen, Kopf und Hals mehr grün als rot. Volle Ausfärbung nach 18 Monaten.

    Heimat:

    Australien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Kardi, Weizen, Buchweizen, Sonnenblumenkerne, Hafer, Hanf, Wildsamen), Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Viele Rosellabesitzer bezeichnen ihre Vögel als Prachtrosella, allerdings existieren wegen der häufigen Kreuzungen der verschiedenen Rosellaarten nur noch wenige echte Prachtrosellas.

    Haltung in Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße 3×1,50×2 m LxBxH) mit frostfreiem Schutzraum.

    Für eine Käfighaltung sind sie nicht geeignet.

    Rosellas sind robust und ausdauernd. Sie sind relativ zutraulich, baden gerne und nagen vergleichsweise wenig, vor allem, wenn sie frische Zweige zum Nagen bekommen. Ihre Stimme ist normalerweise nicht sehr laut, aber sie können laut rufen. Einige Rosellas können einige Wörter und Töne nachahmen. Sie sind sehr aktiv, lebhaft und gute und schnelle Flieger, weshalb sie sehr viel Freiflug und Beschäftigungsmöglichkeiten benötigen. 

    Sie sind unverträglich gegenüber anderen Sittichen (besonders anderen Plattschweifsitticharten) und Papageien. Deshalb sollten Rosellapaare auch außerhalb der Brutzeit nicht mit anderen Plattschweifsittichen zusammen gehalten werden. Bei der Vergesellschaftung mit anderen Sitticharten sollten sollten bei Problemen Trennungsmöglichkeiten bestehen.

    Wenn andere Plattschweifsitticharten in einer benachbarten Voliere untergebracht sind, sollten die Seitenwände doppelt verdrahten, um Verletzungen der Zehen durch Beißereien zu vermeiden.

    Sie eignen sich auch für Anfänger in der Sittichhaltung und -zucht, wenn die etwas anspruchsvolleren Haltungsbedingungen beachtet werden.

    Sie sollten allerdings darauf achten, ein blutsfremdes gegengeschlechtliches harmonisierendes Paar zu bekommen, da es sonst bei Erreichen der Geschlechtsreife häufig zu Problemen kommen kann. Die Chancen ein harmonisierendes Paar zu bekommen ist manchmal größer, wenn man ein etwas älteres „echtes“ Rosellapaar zu erwirbt.

    Zucht:

    Die Zucht von Rosellas ist nicht schwer. Das Paar sollte während der Brutzeit alleine gehalten werden, da das Männchen sehr aggressiv reagieren kann. Es kann auch dem Weibchen gegenüber aggressiv werden. Es sollten auch keine anderen Rosellas in der gleichen Voliere oder in einer Nachbarvoliere gehalten werden. Plattschweifsittiche in anderen Volieren dagegen können brutstimulierend wirken, da sie die Balzgesänge der anderen Sittiche hören können. Ein weiterer Vorteil ist, dass andere Zuchtpaare notfalls als Ammenvögel genommen werden können.

    Mit einem Jahr fortpflanzungsfähig. Eine Brut sollte aber erst ab 2 Jahren zugelassen werden. Brutzeit im April. Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 3. oder 4. Ei.

    Es werden sowohl Nistkästen als auch Naturstämme angenommen. Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert. Die Jungvögel werden in den ersten Tagen nur vom Weibchen gefüttert, nach ca. 10-15 Tagen beteiligt sich das Männchen an der Fütterung. Nach Erreichen der Selbständigkeit sollte gut beobachtet werden, ob das Männchen aggressiv ihnen gegenüber wird. Falls ja, sollten die Jungvögel von ihren Eltern getrennt werden. Falls das Männchen friedlich ist und keine zweite Brut folgt können die Jungvögel noch eine Zeitlang bei ihren Eltern gelassen werden. Eine anschließende zweite Brut ist nicht selten.

    Nistkastenmaße: 25x25x60 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 8 cm.

    Gelege 4-9 Eier, Brutdauer ca. 20 Tage, Nestlingszeit 5 Wochen, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 5,5 mm Ø. Beringung im Alter von ca. einer Woche.

    Rosellas eignen sich gut als Ammenvögel für andere Plattschweifsittiche und andere größere Sittiche.

    Stanleysittich

    Stanleysittich

    Kennzeichen:

    Länge: 26 cm 
    Gewicht ca. 55-80 g.

    Männchen: scharlachrot, Wangenfleck gelb, Rückenfedern schwarz mit gelbgrünen oder roten Säumen, Unterrücken und Oberschwanzdecken grün. Schwingen schwarz, Außenfahnen dunkelblau, Flügeldecken und Flügelrand blau. Mittlere Schwanzfedern obserseits grünblau, seitliche Schwanzfedern hellblau mit weißen Spitzen, Schwanzunterseite hellblau. Schnabel hornfarben, Iris dunkelbraun, Beine graubraun.

    Weibchen: weniger intensiv gefärbt, Wangenfleck kleiner und heller, rote Federpartien mit grünen Säumen, Unterflügelstreif weiß.

    Jungvögel: überwiegend grün, Wangenfleck angedeutet, Unterflügelstreif weiß. Volle Ausfärbung mit ca. 14 Monaten.

    Heimat:

    südliches Westaustralien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Weizen, Negersaat, Kardi, Buchweizen, Hafer, Sonnenblumenkerne, Hanf, Wildsamen), halbreife Maiskolben, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung und Zucht:

    Haltung in Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 3x1x2 m LxBxH für ein Paar) mit frostfreiem Schutzraum. Die Voliere sollte so eingerichtet sein, dass die Sittiche fliegen können. Deshalb sollten nicht zu viele Sitzstangen angeboten werden.

    In Außenvolieren sollten regelmäßig Kotuntersuchungen und gegebenenfalls Wurmkuren durchgeführt werden, da sie sich viel auf dem Boden aufhalten und dort auch nach Nahrung suchen.

    Stanleysittiche sind hart und ausdauernd. Sie sind lebhaft, friedlich, zutraulich und haben eine angenehme Stimme, die zwischen plauderndem Zwitschern und melodischen Rufen wechselt. Sie baden sehr gerne. Ihnen sollten frische Zweige zum Nagen zur Verfügung stehen. Sie sind verträglich und können mit anderen friedlichen Sitticharten zusammengehalten werden. Sie sollten nicht mit anderen Plattschweifsittichen zusammen gehalten werden, da diese wesentlich aggressiver sind.

    Stanleysittiche können gut in der Wohnung gehalten werden. Sie sind auch für Anfänger in der Sittichhaltung geeignet.

    Ab einem Jahr fortpflanzungsfähig, 1-2 Bruten / Jahr. Brutzeit April / Mai. Legeabstand: 2 Tage. Ab dem 3. oder 4. Ei brütet das Weibchen fest. Es brütet alleine. Die Sittiche sind gegenüber Nestkontrollen relativ unempfindlich. Nach Erreichen der Selbständigkeit sollten die Jungvögel von den Eltern getrennt werden, besonders wenn diese eine zweite Brut beginnen. In diesem Fall kann das Männchen aggressiv reagieren.

    Nistkastenmaße: ca. 20x20x40 cm LxBxH oder 20x40x35 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 7 cm, Bodenbelag: ca. 3 cm Sägespäne oder Baummulm mit Sägespänen vermischt. Auch Naturstammhöhlen werden angenommen.

    Gelege 5-8 Eier, Brutdauer ca. 19 Tage, Nestlingszeit ca. 35 Tage, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 5,0 mm Ø. Beringung im Alter von gut einer Woche.

    Lebenserwartung:

    ca. 20-25 Jahre

Prachtsittiche

  • Pennantsittich

    Pennantsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 36 cm 
    Gewicht: ca. 115-117 g, Weibchen etwas leichter.

    Männchen: scharlachrot, Wangenfleck blau, Rücken und Schultern schwarz mit dunkelroten Säumen, Schwingen schwarz mit dunkelblauen Außenfahnen, Flügelrand hellblau. Mittlere Schwanzfedern dunkelblau, äußere Schwanzfedern hellblau mit grauweißen Spitzen. Schnabel grauweiß, Iris braun, Beine grau.

    Weibchen: wie Männchen, Kopf und Schnabel meistens etwas kleiner.

    Jungvögel: grün, Kopf und Schenkel rot.Volle Ausfärbung mit ca. 14 Monaten.

    Heimat:

    Australien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Kardi, Weizen, Buchweizen, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Negersaat, Paddyreis, Wildsamen, Hafer, wenig Hanf), Keimfutter, Mais, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Haltung in Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße ca. 4x2x2 m LxBxH) aus Metall, mit frostfreiem Schutzraum. Die Haltung im Käfig ist für diese Sittichart nicht empfehlenswert. 
    Pennantsittiche sind sehr unverträglich. Sie sollten nur paarweise und nicht mit anderen Plattschweifsittichen in einer oder in benachbarten Volieren gehalten werden. Es gibt einige Fälle, in denen die Vergesellschaftung mit einem anderen Pennantsittichpaar und / oder anderen Sittichpaaren gelungen ist, allerdings sollte die Voliere dann entsprechend groß sein und Ausweichmöglichkeiten bieten.

    Sie sind robust und ausdauernd. Sie können sehr zutraulich werden. Ihre Stimme ist nicht sehr laut. Da sie viel nagen sollten immer frische Knabberzweige zur Verfügung stehen. Badegelegenheiten und / oder eine Beregnungsanlage sollte vorhanden sein.

    Da sie sich gerne auf dem Boden aufhalten, ist eine regelmäßige Kotuntersuchung auf Würmer in Außenvolieren empfehlenswert.

    Pennantsittiche sind für Anfänger in der Sittichhaltung und -zucht nur dann geeignet, wenn sie in Außenvolieren gehalten werden oder sehr viel Freiraum zur Verfügung steht und sie ein harmonisierendes gegengeschlechtliches Pärchen besitzen. Ansonsten kommt es häufig zu Problemen bei Plattschweifsittichhaltern, die meistens durch Aggressionen nach Erreichen der Geschlechtsreife gegenüber einem Partner oder auch anderen Sittichen ausgelöst werden. Deshalb empfiehlt es sich ein etwas älteres (ca. 1,5 Jahre) festes Pärchen zu erwerben. Interessenten sollten sich hier im Plattschweifsittichforum nochmal über die Erfahrungen anderer Halter informieren.

    Zucht:

    Die Zucht von Pennantsittichen ist nicht schwierig.

    Fortpflanzungsfähig ab ca. 14 Monaten, manchmal früher. Sie sollten nicht vor der Vollendung des 1. Lebensjahres zur Brut zugelassen werden, da das Risiko von schlechten Befruchtungsergebnissen, schwachen Jungvögeln und Legenot sonst zu groß ist.

    Das Paar sollte während der Brutzeit alleine gehalten werden, da das Männchen in dieser Zeit recht aggressiv ist. Bei der Brut von zwei Paaren innerhalb einer Voliere sollten die Brutkästen möglichst weit auseinander angebracht werden. Es sollte gut beobachtet werden, ob diese Kombination gelingt oder die Sittiche während der Brutzeit besser paarweise gehalten werden sollten.

    Das Männchen inspiziert die Bruthöhle als erstes und versucht das Weibchen hereinzulocken. Bei der Balz läßt das Männchen die Flügel etwas hängen und wiegt die gefächerten Schwanzfedern seitlich hin und her, dabei gibt es schwatzende Rufe von sich. Besonders morgens und abends jagt das Männchen das Weibchen, teilweise sehr heftig. Deshalb muß darauf geachtet werden, dass die Jagden nicht zu heftig werden und das Weibchen nicht zu sehr gestresst und geschwächt wird. Häufig dauert es lange, bis nach der ersten Bruthöhleninspektion das erste Ei gelegt wird.

    Das Weibchen brütet alleine. Während der Brutpausen wird es außerhalb der Bruthöhle vom Männchen gefüttert. Nistkastenkontrollen sollten in solchen Momenten vorgenommen werden.

    Das Weibchen füttert in den ersten Tagen alleine, später beteiligt sich auch das Männchen an der Versorung der Jungvögel. Kurz nach Erreichen der Selbständigkeit sollten die Jungvögel von den Eltern getrennt werden, wenn eine 2. Brut begonnen wird, da das Männchen sonst aggressiv reagieren kann. Wird keine 2. Brut begonnen, können die Jungvögel häufig auch länger (bis zu ca. einem halben Jahr) bei den Elternvögeln bleiben.

    Brutbeginn normalerweise im April / Mai. 1-2 Bruten / Jahr. Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 3. oder 4. Ei.

    Nistkastenmaße: ca. 30x30x50-100 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser ca. 9 cm, Bodenbelag ca. 5 cm Mischung aus Baummulm oder Torf und Sägespäne. Morsches Holz wird ebenfalls von einigen Züchtern angeboten. Dieses wird von den Pennantsittichen zernagt. Einige Weibchen entfernen den Bodenbelag ganz oder teilweise. Nistkästen sind möglich, dickwandige Bruthöhlen werden häufig bevorzugt.

    Gelege 4-6 (8) Eier, Brutdauer ca. 20-22 Tage, Nestlingszeit 5 Wochen, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 6,0 mm Ø. Beringung im Alter von gut einer Woche.

    Wenn das Weibchen nicht brütet (zu jung, zu großes Gelege, …) oder brüten kann (Krankheit, Tod) sind Rosellasittiche oder Singsittiche als Ammen geeignet.

    Lebenserwartung:

    ca. 20-25 Jahre

    Rosellasittich

    Rosellasittich

    Kennzeichen:

    Länge: ca. 30 cm 
    Gewicht: Männchen ca. 100-120 g 
    Gewicht: Weibchen ca. 90 g

    Männchen: Kopf, Hals, Brust, Unterschwanzdecken rot, Wangenflecken weiß, Bauch grüngelb zur Unterseite hin grün werdend, Rücken- und Flügelfedern schwarz mit gelben Säumen. Mittlere Fllügeldecken schwarz, untere Flügeldecken und äußere Deckfedern blau, Unterrücken grün. Schwanzoberseite dunkelblau, äußere Schwanzfedern hellblau, an der Spitze weiß. Schnabel grauweiß, Iris dunkelbraun, Beine graubraun.

    Weibchen: matter gefärbt, weißer Unterflügelstreif, häufig kleiner.

    Jungvögel: matter als Weibchen, Kopf und Hals mehr grün als rot. Volle Ausfärbung nach 18 Monaten.

    Heimat:

    Australien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Kardi, Weizen, Buchweizen, Sonnenblumenkerne, Hafer, Hanf, Wildsamen), Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Viele Rosellabesitzer bezeichnen ihre Vögel als Prachtrosella, allerdings existieren wegen der häufigen Kreuzungen der verschiedenen Rosellaarten nur noch wenige echte Prachtrosellas.

    Haltung in Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße 3×1,50×2 m LxBxH) mit frostfreiem Schutzraum.

    Für eine Käfighaltung sind sie nicht geeignet.

    Rosellas sind robust und ausdauernd. Sie sind relativ zutraulich, baden gerne und nagen vergleichsweise wenig, vor allem, wenn sie frische Zweige zum Nagen bekommen. Ihre Stimme ist normalerweise nicht sehr laut, aber sie können laut rufen. Einige Rosellas können einige Wörter und Töne nachahmen. Sie sind sehr aktiv, lebhaft und gute und schnelle Flieger, weshalb sie sehr viel Freiflug und Beschäftigungsmöglichkeiten benötigen. 

    Sie sind unverträglich gegenüber anderen Sittichen (besonders anderen Plattschweifsitticharten) und Papageien. Deshalb sollten Rosellapaare auch außerhalb der Brutzeit nicht mit anderen Plattschweifsittichen zusammen gehalten werden. Bei der Vergesellschaftung mit anderen Sitticharten sollten sollten bei Problemen Trennungsmöglichkeiten bestehen.

    Wenn andere Plattschweifsitticharten in einer benachbarten Voliere untergebracht sind, sollten die Seitenwände doppelt verdrahten, um Verletzungen der Zehen durch Beißereien zu vermeiden.

    Sie eignen sich auch für Anfänger in der Sittichhaltung und -zucht, wenn die etwas anspruchsvolleren Haltungsbedingungen beachtet werden.

    Sie sollten allerdings darauf achten, ein blutsfremdes gegengeschlechtliches harmonisierendes Paar zu bekommen, da es sonst bei Erreichen der Geschlechtsreife häufig zu Problemen kommen kann. Die Chancen ein harmonisierendes Paar zu bekommen ist manchmal größer, wenn man ein etwas älteres „echtes“ Rosellapaar zu erwirbt.

    Zucht:

    Die Zucht von Rosellas ist nicht schwer. Das Paar sollte während der Brutzeit alleine gehalten werden, da das Männchen sehr aggressiv reagieren kann. Es kann auch dem Weibchen gegenüber aggressiv werden. Es sollten auch keine anderen Rosellas in der gleichen Voliere oder in einer Nachbarvoliere gehalten werden. Plattschweifsittiche in anderen Volieren dagegen können brutstimulierend wirken, da sie die Balzgesänge der anderen Sittiche hören können. Ein weiterer Vorteil ist, dass andere Zuchtpaare notfalls als Ammenvögel genommen werden können.

    Mit einem Jahr fortpflanzungsfähig. Eine Brut sollte aber erst ab 2 Jahren zugelassen werden. Brutzeit im April. Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 3. oder 4. Ei.

    Es werden sowohl Nistkästen als auch Naturstämme angenommen. Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert. Die Jungvögel werden in den ersten Tagen nur vom Weibchen gefüttert, nach ca. 10-15 Tagen beteiligt sich das Männchen an der Fütterung. Nach Erreichen der Selbständigkeit sollte gut beobachtet werden, ob das Männchen aggressiv ihnen gegenüber wird. Falls ja, sollten die Jungvögel von ihren Eltern getrennt werden. Falls das Männchen friedlich ist und keine zweite Brut folgt können die Jungvögel noch eine Zeitlang bei ihren Eltern gelassen werden. Eine anschließende zweite Brut ist nicht selten.

    Nistkastenmaße: 25x25x60 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 8 cm.

    Gelege 4-9 Eier, Brutdauer ca. 20 Tage, Nestlingszeit 5 Wochen, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 5,5 mm Ø. Beringung im Alter von ca. einer Woche.

    Rosellas eignen sich gut als Ammenvögel für andere Plattschweifsittiche und andere größere Sittiche.

    Stanleysittich

    Stanleysittich

    Kennzeichen:

    Länge: 26 cm 
    Gewicht ca. 55-80 g.

    Männchen: scharlachrot, Wangenfleck gelb, Rückenfedern schwarz mit gelbgrünen oder roten Säumen, Unterrücken und Oberschwanzdecken grün. Schwingen schwarz, Außenfahnen dunkelblau, Flügeldecken und Flügelrand blau. Mittlere Schwanzfedern obserseits grünblau, seitliche Schwanzfedern hellblau mit weißen Spitzen, Schwanzunterseite hellblau. Schnabel hornfarben, Iris dunkelbraun, Beine graubraun.

    Weibchen: weniger intensiv gefärbt, Wangenfleck kleiner und heller, rote Federpartien mit grünen Säumen, Unterflügelstreif weiß.

    Jungvögel: überwiegend grün, Wangenfleck angedeutet, Unterflügelstreif weiß. Volle Ausfärbung mit ca. 14 Monaten.

    Heimat:

    südliches Westaustralien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Weizen, Negersaat, Kardi, Buchweizen, Hafer, Sonnenblumenkerne, Hanf, Wildsamen), halbreife Maiskolben, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung und Zucht:

    Haltung in Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 3x1x2 m LxBxH für ein Paar) mit frostfreiem Schutzraum. Die Voliere sollte so eingerichtet sein, dass die Sittiche fliegen können. Deshalb sollten nicht zu viele Sitzstangen angeboten werden.

    In Außenvolieren sollten regelmäßig Kotuntersuchungen und gegebenenfalls Wurmkuren durchgeführt werden, da sie sich viel auf dem Boden aufhalten und dort auch nach Nahrung suchen.

    Stanleysittiche sind hart und ausdauernd. Sie sind lebhaft, friedlich, zutraulich und haben eine angenehme Stimme, die zwischen plauderndem Zwitschern und melodischen Rufen wechselt. Sie baden sehr gerne. Ihnen sollten frische Zweige zum Nagen zur Verfügung stehen. Sie sind verträglich und können mit anderen friedlichen Sitticharten zusammengehalten werden. Sie sollten nicht mit anderen Plattschweifsittichen zusammen gehalten werden, da diese wesentlich aggressiver sind.

    Stanleysittiche können gut in der Wohnung gehalten werden. Sie sind auch für Anfänger in der Sittichhaltung geeignet.

    Ab einem Jahr fortpflanzungsfähig, 1-2 Bruten / Jahr. Brutzeit April / Mai. Legeabstand: 2 Tage. Ab dem 3. oder 4. Ei brütet das Weibchen fest. Es brütet alleine. Die Sittiche sind gegenüber Nestkontrollen relativ unempfindlich. Nach Erreichen der Selbständigkeit sollten die Jungvögel von den Eltern getrennt werden, besonders wenn diese eine zweite Brut beginnen. In diesem Fall kann das Männchen aggressiv reagieren.

    Nistkastenmaße: ca. 20x20x40 cm LxBxH oder 20x40x35 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 7 cm, Bodenbelag: ca. 3 cm Sägespäne oder Baummulm mit Sägespänen vermischt. Auch Naturstammhöhlen werden angenommen.

    Gelege 5-8 Eier, Brutdauer ca. 19 Tage, Nestlingszeit ca. 35 Tage, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 5,0 mm Ø. Beringung im Alter von gut einer Woche.

    Lebenserwartung:

    ca. 20-25 Jahre

Ringsittiche

  • Bergsittich

    Bergsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 40 cm 
    Gewicht: sehr variabel, ca. 150-200 g

    Männchen: gelb, Kopf und Nacken olivgelb, Rücken olivgrün, kleine Flügeldecken gelb, mittlere Flügeldecken rot, äußere Flügeldecken schwarz, Außenfahnen der Handschwingen dunkelblau, Unterfügeldecken und Bürzel gelb. Oberschwanzdecken bräunlichgelb, Schwanzoberseite schwarzblau, Schwanzunterseite gelb. Schnabel rot, Iris rotbraun, Beine grau.

    Weibchen: Kopf und Unterseite olivgrün, Schwanzfedern dunkel blaugrün.

    Jungvögel: wie Weibchen. Die Jugendmauser beginnt mit ca. 6 Monaten. Volle Ausfärbung mit ca. 15 Monaten.

    Heimat:

    südöstliches Süd-Australien

    Nahrung:

    Körner (Weizen, Glanz, Hirse, Sonnenblumenkerne, Hafer, Hanf, Wildsamen), frische (halb-) reife Maiskolben, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Haltung in Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 5×1,50×2 m LxBxH, besser mehr für ein Paar) mit frostfreiem Schutzraum (Maße ca. 2×1,50×2 m LxBxH).

    Für die Käfighaltung sind Bergsittiche wegen ihres großen Flugbedürfnisses nicht geeignet.

    Sie sind robust und ausdauernd. Sie sind friedliche und relativ zutrauliche Sittiche, die sich gerne beregnen lassen. Sie nagen vergleichsweise wenig, sollten aber stets frische Zweige Verfügung haben, die sie gerne benagen. Sie sind allgemein relativ ruhige, nicht sehr ruffreudige Sittiche, die vorwiegend morgens und abends rufen. Ihre Rufe sind allerdings laut und krächzend. Ansonsten lassen sie häufig ein leiseres Zwitschern vernehmen.

    Außerhalb der Brutzeit können sie mit anderen Großsittichen und Papageien zusammengehalten werden.

    Zucht:

    Erstzucht 1165 in Australien, Erstzucht in Europa 1880 in Belgien. 

    Ab 1 Jahr fortpflanzungsfähig, Männchen etwas später. Brutzeit im Frühjahr, in der Regel nur 1 Brut / Jahr, gelegentlich 2. Bei einer zweiten Brut sollten die Jungen der ersten Brut von den Eltern getrennt werden. 

    Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 3. Ei.

    Das Weibchen brütet fest und wird am Nesteingang vom Männchen gefüttert. Es werden Nistkästen und Naturstammhöhlen angenommen. In den ersten drei Wochen füttert das Weibchen die Jungvögel alleine, danach beteiligt sich das Männchen an der Fütterung. Um nach dem Ausfliegen der Jungvögel Unfälle in der Voliere zu vermeiden, sollten mehr Zweige angebracht oder Schilfmatten aufgehängt werden. So wird ein zu schneller geradeliniger Flug vermieden bzw. abgebremst.

    Nistkastenmaße: 30x30x40 cm LxBxH oder 25x25x100 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 9 cm, Bodenbelag: 3-5 cm Torfmulm oder Sägespäne.

    Gelege 3-7 Eier, Brutdauer ca. 20-21 Tage, Nestlingszeit ca. 35 Tage, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 6,5 mm Ø.

    Princess of Wales

    Princess of Wales

    Kennzeichen:

    Länge: ca. 42-45 cm 
    Gewicht: ca. 90-120 g

    Männchen: Oberkopf und Nacken hellblau, Kopfseiten grau-oliv, Hinterkopf olivgrün, Kinn, Kehle und Wangen rosa, Brust und Bauch bläulichgrau. Rücken und Flügel olivgrün, äußere Armdecken gelbgrün, große Flügeldecken und Armschwingen blaßblau, Schwingen bläulichgrün mit gelben Säumen, Unterflügeldecken grün. Bürzel und Oberschwanzdecken violettblau, Schenkel rosa. Mittlere Schwanzfedern besonders lang, 3. Handschwingenfeder mit spatelförmigen Ende. Oberseite der Schwanzfedern olivgrün mit bläulichen Spitzen, Unterseite schwärzlich mit rosa Säumung. Schnabel rot, schmaler nackter Augenring grau, Iris orangerot, Beine dunkelgrau mit schwarzen Krallen.

    Weibchen: blasser, insgesamt mehr grünlich, Kopf und Bürzel blaugrau, kürzere Schwanzfedern, 3. Handschwingenfeder ohne spatelförmiges Ende.

    Jungvögel: ähnlich Weibchen, Kopf und Bürzel grüngrau. Jugendmauser nach 3-4 Monaten. Volle Ausfärbung nach etwa 15 Monaten.

    Heimat:

    Inneres von Zentral- und Westaustralien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Hafer, Kardi, Weizen, Buchweizen, Hanf, Wildsamen, wenige Sonnenblumenkerne, Waldvogelfutter), viel Obst, Gemüse, Grünfutter und Beeren, frische Knabberzweige

    Haltung:

    Haltung in großer Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 4-5×1,50×2 m LxBxH für ein Paar) mit frostfreiem Schutzraum (Mindestmaße: 1-2×1,50×2 m LxHxB).

    Sie sind für die Käfighaltung nicht geeignet. In zu kleinen Volieren werden die Sittiche häufig weniger lebhaft.

    Da sich Princess of Wales-Sittiche viel auf dem Boden aufhalten, sollten bei einer Haltung in Außenvolieren regelmäßige Untersuchungen der Kotproben stattfinden.

    Sie sind robust und ausdauernd, zutraulich und nagen kaum. Dennoch benötigen sie stets frische Zweige zum Knabbern. Sie sind relativ ruhige Sittiche. Ihre lauten schrillen Rufe gerade während der Balz können allerdings stören. Sie sind sehr friedlich und können deshalb gut mit anderen friedlichen Sitticharten oder Prachtfinken vergesellschaftet werden.

    Zucht:

    Princess of Wales-Sittiche sind brutfreudig und können auch während der Brutzeit zusammengehalten werden.

    Ab 1 Jahr fortpflanzungsfähig, ab ca. 2 Jahren sind die Bruterfolge deutlich größer. Brutzeit ab April. 2 Bruten / Jahr. Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 3. Ei. Die ausgeflogenen Jungvögel werden hauptsächlich vom Männchen gefüttert.

    Es werden Nistkästen und Naturstämme angenommen.

    Nistkastenmaße: 25x25x50 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: ca. 8 cm, Bodenbelag: ca. 5 cm Sägespäne oder Torf und morsche Holzstücke.

    Gelege 4-5 (7) Eier, Brutdauer ca. 20 Tage, Nestlingszeit 5 Wochen, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 5,5 mm Ø. Beringung am 10. Lebenstag.

    Schildsittich

    Schildsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 40 cm 
    Gewicht: Männchen ca. 130-160 g 
    Gewicht: ca. Weibchen 150 g

    Männchen: grün, Stirn, Scheitel, Wangen, Kinn und Kehle gelb, halbmondförmiger Schild unterhalb der Kehle, Handschwingen grün mit blauen Außensäumen. Schwanzfedern auf der Oberseite grün mit bläulichem Anflug, auf der Unterseite schwarzgrau, Schnabel orangerot und an der Spitze hornfarben, Iris gelborange, Beine graubraun.

    Weibchen: matter gefärbt, grün, ohne gelb und rot, Wangen, Kinn und Kehle graugrün, Schenkel rot, Schwanzfedern bis auf die beiden mitttleren ober- und unterseits schwarz mit rosaroten Säumen, Iris gelb.

    Jungvögel: ähnlich den Weibchen, Wangen, Kinn und Kehle heller grün, Iris bräunlich. Im 6. Monat färbt sich die Iris unterschiedlich. Beginn der Umfärbung etwa im 10. Lebensmonat, volle Ausfärbung nach ca. 12-18 Monaten.

    Heimat:

    Australien, Inneres von Neusüdwales und nördliches Victoria

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, Hafer, Weizen, verschiedene Hirsearten, Wildsamen, wenige Sonnenblumenkerne, wenig Hanf), Keimfutter, halbreife Maiskolben, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Haltung in Voliere, besser Außenvoliere (Mindestmaße: 4-5×1,50×2 m LxBxH) mit frostfreiem Schutzraum. Die bewegungsfreudigen Schildsittiche eignen sich nicht für die Käfighaltung!! 

    Bei der Haltung in einer Außenvoliere sollte der Kot regelmäßig auf Würmer untersucht werden, da sie sich häufig auf dem Boden aufhalten.

    Schildsittiche sind robust und ausdauernd. Sie sind temperamentvoll, nicht sehr scheu, nagen vergleichsweise wenig und baden sehr gerne.

    Bei der der Haltung im Haus benötigen sie viel Freiflug und einen großen Raum, da sie schnell zur Verfettung neigen und außerdem viel Platz für ihren Balzflug brauchen. Die Sitzäste innerhalb der Voliere sollten möglichst weit auseinander angebracht werden, damit sie eher zum Fliegen animiert werden.

    Frische Nagezweige und Badegelegenheiten sollten ständig zur Verfügung stehen. Sie sind verträglich und können auch während der Brutzeit zu mehreren Paaren in einer entsprechend großen Voliere gehalten werden. Sie vertragen sich auch mit anderen friedlichen Sitticharten.

    Sie sind normalerweise ruhige Vögel mit angenehmer Stimme, die aber während der Balzphase unangenehm laut werden können. Sie werden vorwiegend von Züchtern gehalten.

    Zucht:

    Die Zucht ist normalerweise nicht schwierig.

    Ab 2 Jahren fortpflanzungsfähig, manche Sittiche schon ab einem Jahr. 1 Brut / Jahr, manchmal 2. Brutzeit ab April / Mai. Legeabstand 2 Tage, Brutbeginn ab dem 2. oder 3. Ei. Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert. Nistkastenkontrollen sollten vorsichtig vorgenommen werden, da manche Weibchen sehr empfindlich sind und das Gelege unter Umständen aufgeben oder die Jungvögel verlassen. Ungefähr ab dem 10. Lebenstag füttert das Männchen die Jungvögel mit. Falls sich das Männchen oder das Weibchen dem Nachwuchs gegenüber nach Erreichen der Selbständigkeit aggressiv verhält, müssen die Jungvögel getrennt werden.

    Nistkastenmaße: 25x25x60 cm LxBxH oder 40x30x30 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: ca. 8-10 cm, Bodenbelag: ca. 5 cm Sägespäne, Holzmulm oder Mischung Torf und (morschen) Holzspänen.

    Gelege 4-7 Eier, Brutdauer ca. 19-20 Tage, Nestlingszeit ca. 30-35 Tage, Selbständigkeit ca. 3-4 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 6,5 mm Ø.

    Mischlinge mit Bergsittich, Princess-of-Wales-Sittich, Rotflügelsittich, Königssittich, Bauer’s Ringsittich und Rosella.

    Schildsittiche haben sich als gute Ammen für andere größere Sitticharten bewährt.

Rotflügelsittiche

  • Bauer’s Ringsittich

    Bauer´s Ringsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 37 cm 
    Gewicht: Männchen ca. 142-170 g 
    Gewicht: Weibchen ca. 121-136 g

    Männchen: grün, Oberkopf schwarz, Wangen mit blauem Schimmer, Nackenband gelb, Oberbrust und Rücken dunkelgrün, Bauch gelb, Unterflügeldecken blau, Schwanzoberseite grün, Schwanzunterseite hellblau. Schnabel grauweiß, Iris braun, Beine graubraun.

    Weibchen: wie Männchen, Kopf und Schnabel kleiner, weißer Unterflügelstreifen (allerdings nicht bei allen Weibchen vorhanden).

    Jungvögel: matter gefärbt, Kopf bräunlich, volle Ausfärbung mit 12-14 Monaten.

    Heimat:

    zentrales und westliches Australien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Kanariensaat, verschiedene Hirsearten, Weizen, Buchweizen, Hafer, Hanf, wenige Sonnenblumenkerne, Wildsamen), ggf. zusätzlich Waldvogelfutter ohne Rübsen, (halbreifer) Mais, Keimfutter, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Haltung in Metallvoliere oder Außenvoliere aus Metall (Mindestmaße: 4×1,50×2 m LxBxH für ein Paar) mit frostfreiem Schutzraum. Ein dicker Volierendraht (ggf. aus Metall) ist notwendig.

    Bauer’s Ringsittiche sind robust und ausdauernd. Da sie sich gerne auf dem Boden aufhalten, ist eine regelmäßige Kotuntersuchung auf Wümer in Außenvolieren empfehlenswert.

    Sie sind recht zutrauliche, mittellaute Sittiche. Da sie teilweise sehr stark nagen, sollten frische Zweige zum Nagen angeboten werden. Sie baden sehr gerne. Sie sollten paarweise gehalten werden, da sie gegenüber arteigenen und anderen Papageienvögeln aggressiv reagieren können. Auch in Nachbarvolieren sollten keine weiteren Ringsitticharten gehalten werden. Diese können auch von der Brut ablenken.

    Für Anfänger in der Sittichhaltung bedingt geeignet, da sie recht selten gehalten werden. Für Anfänger in der Sittichzucht geeignet.

    Zucht:

    Ab 2 Jahren fortpflanzungsfähig, Weibchen häufig schon ab 1 Jahr. Sie sollten erst ab einem Alter von 2 Jahren zur Zucht zugelassen werden.

    Brutzeit im März / April. 1 Brut / Jahr, selten 2. Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 3. Ei.

    Naturstammhöhlen werden häufig bevorzugt. Bei Außenvolieren sollte eine Nistkastenheizung installiert sein, um ein Verklammen der Jungvögel zu verhindern. 
    Nistkastenmaße: 35x35x45 oder 35x35x70 cm LxBxH (Steighilfe aus Holz oder Draht vom Einschlupfloch bis zum Boden), Einschlupflochdurchmesser: ca. 8-9 cm, Bodenbelag: Holzmulm mit Sägespänen. Einige Ringsittiche entfernen die Einstreu wieder.

    Gelege 4-6 Eier, Brutdauer ca. 21 Tage, Nestlingszeit ca. 4 Wochen, Selbständigkeit ca. 3-4 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: Bauer’s Ringsittich: 6,5 mm Ø, Kragensittich 7,0 mm Ø. Beringung im Alter von ca. 10 Tagen.

Rotschwanzsittich

  • Rotflügelsittich

    Rotflügelsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 32 cm 
    Gewicht: Männchen ca. 120-145 g 
    Gewicht: Weibchen ca. 150 g

    Männchen: leuchtend grün, Oberrücken und Schultern schwarz, Flügeldecken scharlachrot, Mittelrücken und Bürzel blau. Schwanzfedern auf der Oberseite dunkelgrün mit gelben Spitzen, auf der Unterseite grau. Schnabel rötlich, Iris rotbraun, Beine gräulich.

    Weibchen: matter grün, Rot auf den Flügeldecken weniger ausgedehnt, keine schwarzen Federn auf dem Rücken, Schwanzunterseite heller, Iris hellbraun, Schnabel heller als beim Männchen.

    Jungvögel: wie Weibchen, Iris dunkelbraun, Umfärbung ab ca. 1,5 Jahren, volle Ausfärbung der Männchen im 3. Lebensjahr.

    Heimat:

    Australien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Kardi, Weizen, Buchweizen, Hafer, Hanf, Negersaat, Wildsamen, wenige Sonnenblumenkerne), Waldvogelfutter ohne Rübsen, Keimfutter, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren, Eifutter

    Haltung:

    Haltung in großer Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 4×1,50×2 m LxBxH für ein Paar) mit frostfreiem Schutzraum.

    Die Voliere muß möglichst groß sein und so eingerichtet werden, dass die Rotflügelsittiche genügend Möglichkeiten zum Fliegen haben. Sie sind bewegungsaktiv und schnelle Flieger und neigen in zu kleinen Volieren zur Verfettung.

    Sie sind robust und ausdauernd. Sie sind relativ ruhig, können aber im Frühjahr und Herbst etwas lauter werden. Sie können zutraulich werden. Ihnen sollten eine Badegelegenheit und Zweige zum Nagen zur Verfügung stehen. Ein Paar sollte möglichst alleine gehalten werden.

    Zucht:

    Es ist nicht ganz einfach ein harmonisierendes Paar zu finden. Bei harmonisierenden Paaren ist die Zucht nicht sehr schwer.

    Während der Brutzeit sollten die Paare alleine gehalten werden. Es sollten auch keine Rotflügelsittiche in benachbarten Volieren untergebracht sein. Es kann Probleme mit der Haltung von Pracht- und Königssittichen in Nachbarvolieren geben.

    Fortpflanzungsfähig ab 2 Jahren, Weibchen gelegentlich ab einem Jahr. 1 Brut / Jahr, selten 2. Brutzeit ab Februar oder März. In Brutstimmung jagt das Männchen das Weibchen häufig. Es muß darauf geachtet werden, dass er sie nicht bis zur Erschöpfung jagt. Während der Balz fächert das Männchen seine Flügel und ruft dabei. Kurze Zeit später füttert es das Weibchen und es kommt zur Verpaarung, meistens morgens oder nachmittags.

    Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 2. oder 3. Ei. 
    Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert.

    Nistkastenmaße: 30x30x60 cm LxBxH, Naturstamm: ca. 30 cm Durchmesser und 60-150 cm Höhe, Einfluglochdurchmesser: ca. 9-10 cm, Bodenbelag: va. 5-10 cm feuchter Baummulm oder Mischung aus Torf, Sägespänen und / oder morschem Holz.

    Der Nistkasten oder der Naturstamm sollte Kletterhilfen („Leitern“) enthalten und schräg aufgehängt werden, um ein Zertreten der Eier oder der Jungvögel zu verhindern. Es sollten mehrere Nistmöglichkeiten angeboten werden. Nistkastenkontrollen werden manchmal verübelt.

    Gelege 3-6 Eier, Brutdauer ca. 20-22 Tage, Nestlingszeit ca. 35 Tage, Selbständigkeit ca. 4 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Es kommt vor, dass sich das Männchen den Jungvögeln gegenüber aggressiv verhält, deshalb muß es gut beobachtet werden.

    Ringgröße: 6,5 mm Ø. Beringung im Alter von gut einer Woche.

    Lebenserwartung:

    20-25 Jahre, gelegentlich mehr

Schwalbensittiche

  • Blaulatzsittich

    Blaulatzsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 30 cm

    Männchen: grün, Stirn und Scheitel dunkelbraun, Federn mit gelblichbraunen Säumen, Zügel, Augengegend und Ohrdecken rotbraun, unterhalb der Ohrdecken und seitlicher Nacken orange-gelb, Wangen grün, Hals und obere Brust blau, untere Brust grün, Bauch und Rücken dunkelrot. Handschwingen grün, Außenfahnen blau, Unterseite der Schwingen oliv mit grauen Außenfahnen, Flügelbug rot. Oberseite der Schwanzfedern oliv, Unterseite braunrot. Schnabel und nackter Augenring schwärzlich, Iris gelblich, Beine grau.

    Weibchen: wie Männchen.

    Jungvögel: matter als erwachsene Vögel, Scheitelfedern schwärzlich mit hellroten Säumen, Ohrgegend rötlich, Flügelbug mit wenig Rot, Iris dunkel.

    Heimat:

    Südöstliches Brasilien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, Hirse, Hafer, Hanf, Mais, Sonnenblumenkerne, Weizen, Buchweizen, Wildsamen, Sonnenblumenkerne), viel Obst, Gemüse und Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Haltung in Voliere oder besser Außenvoliere (Mindestmaße: 3×1,50×2 m LxBxH) mit (frostfreiem) Schutzraum. Eine Schlafhöhle sollte zur Verfügung stehen.

    Blaulatzsittiche sind robust und ausdauernd. Sie sind lebhaft, baden gerne und nagen vergleichsweise wenig. Trotzdem benötigen sie frische Zweige zum Knabbern. Ihre Stimme ist laut, besonders morgens und abends rufen sie viel. Wegen ihrer Unverträglcihkeit sollten sie nicht mit anderen Vögeln zusammen gehalten werden.

    Blautlatzsittiche werden vorwiegend von Züchtern gehalten.

    Zucht:

    Die Zucht ist nicht schwierig. Das Paar muß während der Brutzeit alleine gehalten werden. Ab ca. 3 Jahren fortpflanzungsfähig. Brutzeit ab April. Nistkastenkontrollen sollten selten und sehr vorsichtig durchgeführt werden, da sie sehr empfindlich auf Störungen wie diese reagieren können. Dickwandige Bruthöhlen werden Nistkästen häufig bevorzugt. 
    Nistkastenmaße: 25x25x70 cm LxBxH, Einschlupflochdurchmesser: 8 cm.

    Gelege 4-9 (normalerweise ca. 6) Eier, Brutdauer ca. 22-24 (26) Tage, Nestlingszeit ca. 45-50 Tage, Selbständigkeit ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 6,0 mm Ø.

    Grünwangen Rotschwanzsittich

    Grünwangen Rotschwanzsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 26 cm

    Männchen: grün, Stirnband rotbraun, Vorderkopf, Scheitel, Hinterkopf und Ohrdecken braun, im Nacken einige blaue Federn. Seitlicher Nacken, Hals und Oberbrust bräunlich bis grünlich-braun mit blassen bräunlich-grauen oder matten gelben Säumen. Unterbrust, Schenkel und Unterrücken grün, Bauch braunrot. Handdecken und Rand der Außenfahnen der Schwingen blau. Oberschwanzdecken grün, Unterschwanzdecken blaugrün. Schwanzfedern auf der Oberseite rotbraun mit grüner Basis, auf der Unterseite bräunlichrot. Schnabel dunkelgrau, nackter Augenring weiß, Iris braun, Beine dunkelgrau.

    Weibchen: wie Männchen.

    Jungvögel: Gefieder matter, wenig Rot am Bauch.

    Heimat:

    Brasilien, Bolivien

    Nahrung:

    Großsittichfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Hafer, Weizen, Buchweizen, Hanf, Wildsamen, Sonnenblumenkerne), Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren, Kolbenhirse, frische Knabberzweige mit Knospen und Blüten

    Haltung:

    Haltung in Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 2x1x2m LxBxH für ein Paar) mit frostfreiem Schutzraum oder dickwandiger Schlafhöhle, die vor Frost schützt.

    Grünwangen-Rotschwanzsittiche sind robust und ausdauernd, lebhaft und haben eine angenehme Stimme. Sie nagen im allgemeinen nicht viel und baden sehr gerne. Sie benötigen viel Freiflug bei Zimmerhaltung mit Voliere. Außerhalb der Brutzeit können sie in der arteigenen Gruppe gehalten werden.

    Zucht:

    Fortpflanzungsfähig ab ca. 8 Monaten. Brutzeit ab Mai, ist aber das ganze Jahr über möglich. Es sollten maximal 2-3 Bruten / Jahr zugelassen werden.

    Legeabstand 2-3 Tage, Brutbeginn ab dem 2. oder 3. Ei. Nistkastenkontrollen sollten nur vorsichtig vorgenommen werden wenn sich das Weibchen außerhalb des Kastens befindet, da sie teilweise sehr sensibel reagieren und sogar Eier zerstören oder Junge verletzen oder töten können. Nach Erreichen der Selbständigkeit sollten die Jungen von den Eltern getrennt werden.

    Nistkastenmaße: 20x20x70 cm LxBxH.

    Gelege 3-7 Eier, Brutdauer 23 Tage, Nestlingszeit ca. 50 Tage, Selbständigkeit ca. 2-3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 5,0 mm Ø

Singsittiche

  • Schwalbensittich

    Schwalbensittich

    Kennzeichen:

    Länge: 25 cm 
    Gewicht: ca. 50-75 g

    Männchen: grün, Unterseite gelblichgrün. Stirn, Kehle und Vorderwangen rot, Zügel gelb, Scheitel blau, Ohrdecken hellblau oder mit hellblauem Anflug. Kleine Flügeldecken, Unterflügeldecken und Flügelbug rot, äußere mittlere Flügeldecken und Armflügeldecken grünlichblau, Handflügeldecken und Außenfahnen der Schwingen violettblau, die Außenfahnen mit gelblichen Säumen. Weißer Unterflügelstreifen variabel, Unterschwanzdecken rot mit etwas grün durchsetzt, äußere Schwanzfedern auf der Oberseite blaßdunkelblau mit bräunlichroten Säumen, mittlere Schwanzfedern auf der Oberseite bräunlichrot mit dunkelblauen Spitzen, Schwanzunterseite grau. Schnabel dunkel hornfarben, Iris blaßgelb, Beine bräunlich.

    Weibchen: matter gefärbt, weißer Unterflügelstreifen, rote Gefiederpartien weniger ausgedehnt.

    Jungvögel: deutlich matter gefärbt, weißer Unterflügelstreifen, Iris braun. Volle Ausfärbung mit ca. 6 Monaten.

    Heimat:

    Tasmanien, größere Inseln der Bass-Straße, Südost-Australien

    Nahrung:

    Wegen der pinselförmigen Zunge, der Anpassung an die Ernährung mit Pollen, unterscheidet sich die Ernährung der Schwalbensittichen von der der anderen Sitticharten.

    Sie bevorzugen süßliche Futtermittel.

    Körnerfutter, z.B. Agapornidenfuttermischung (Glanz, verschiedene Hirsearten, Weizen, wenig Sonnenblumenkerne, wenig Hanf, Negersaat, Wildsamen). Körner teilweise als Keimfutter anbieten.

    Loribrei (z.B. selbst erstellt mit Lorifutter aus dem Zoohandel, Traubenzucker, Blütenpollen, etwas Honig und milchfreiem Babybrei, ggf. Kleie dazu), milchfreier Babybrei, Weichfutter (Beispiel 1: Mischung aus eingeweichtem und danach ausgedrücktem Zwieback, Weißbrot oder Brötchen mit Wasser oder Kondensmilch, dazu Traubenzucker, Vitamine oder Mineralstoffgemisch. Beispiel 2: eingeweichter Zwieback oder eingeweichtes Weißbrot mit gekochtem Ei, Karotten und etwas Bienenhonig). Brei und Weichfutter werden fast flüssig angeboten, und müssen an warmen Tagen nach wenigen Stunden erneuert werden, da sie schnell verderben. Sie können mit etwas Bienenhonig gesüßt werden.

    Viel süßes Obst (süße Äpfel und weiches Obst werden häufig bevorzugt), viel Grünfutter (Löwenzahn, Vogelmiere usw.), Gemüse (Karotten), Beeren (Feuerdorn, Johannisbeeren, Schwarzer Holunder), halbreife Maiskolben, Kolbenhirse (z.T. gekeimt anbieten), Zweige mit Blüten- und Blattknospen und blühende Zweige.

    Dem Keimfutter können Traubenzucker, Eifutter, Kalk oder geriebene Äpfel oder Karotten

    Haltung und Zucht:

    Haltung in Voliere oder einer Kombination von Innen- mit angeschlossener Außenvoliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 5×1,50×2 m LxBxH) mit frostfreiem, besser beheizbarem Schutzraum (Temperatur: ca. 10°C). In einem ungeheiztem Schutzraum sollten sie im Winter Übernachtungsmöglichkeiten in Schlafkästen bekommen. Da es bei Frostgraden leicht zu Erfrierungen der Zehen kommen kann, sollten sie bei sehr kalten Temperaturen (unter ca. -10°C) nur für kurze Zeit die Außenvoliere gelassen werden und sonst im Schutzraum bleiben.

    In einer Außenvoliere benötigen sie viele Klettermöglichkeiten, die die lange Flugbahn aber nicht unterbrechen sollten. Bei der Haltung im Haus sollten sie möglichst den ganzen Tag Freiflug haben. Wenn sie zu wenig Bewegung haben und / oder zu viele ölhaltige Samen zur Ernährung bekommen, können sie schnell verfetten.

    Sie sind ausdauernd, sehr aktiv, aber ruhig und haben eine angenehme Stimme (plaudernde flötende Töne). Sie sind neugierig, zutraulich, verträglich und können mit arteigenen oder anderen verträglichen Sittichen in der Gruppe gehalten werden. Sie nagen vergleichsweise wenig und baden sehr gerne. Aufgrund ihrer Nahrung verursachen sie mehr Aufwand und mehr Dreck (dünnflüssiger Kot, der die Reinigung erschwert) als viele andere Sitticharten.

    Schwalbensittiche werden meistens von Züchtern oder in Vogelparks gehalten, nur gelegentlich bei privaten Sittichhaltern. Wegen ihrer hohen Ansprüche an die Nahrung sind sie für Anfänger in der Sittichhaltung nicht empfehlenswert.

    Die Zucht von Schwalbensittichen ist nicht schwierig. Sie können in der Gruppe brüten, sollten aber beobachtet werden, da es zu Aggressionen und Nestzerstörungen kommen können. In diesem Fall müssen sie getrennt werden. Oft werden Auseinandersetzungen nach zwei bis drei Tagen wieder eingestellt. Bei der Brut in der Gruppe müssen mehr Nistkästen angeboten werden als Paare vorhanden sind. Falls die Brut in der Gruppe erfolglos ist, sollten die Brutpaare beim nächsten Mal getrennt werden.

    Die Nistkästen sollten im Innenraum angeboten werden, damit das Klima gleichbleibend ist.

    Ab einem Jahr fortpflanzungsfähig, Weibchen manchmal früher. 2-3 Bruten / Jahr. Brutzeit im April, 2. Brut im Juni. Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 3. Ei. Nistkastenkontrollen sind problemlos.

    Das Weibchen brütet alleine und wird morgens und abends vom Männchen gefüttert. In den ersten Lebenstagen versorgt das Weibchen die Nestlinge alleine, später beteiligt sich das Männchen an der Aufzucht. Wenn die Jungvögel ausfliegen, sollte ein weicher Untergrund angeboten werden, da sie zunächst sehr unsicher fliegen und es bei Fall sonst zu Verletzungen kommen kann. Auch Fensterscheiben oder Drahtgitter sind Gefahrenquellen, die kenntlich gemacht werden sollten (z.B. durch Pflanzen). Die Jungvögel können nach Erreichen der Selbständigkeit problemlos bei den Eltern gelassen werden.

    Nistkastengröße: ca. 20x20x30-40 cmLxBxH, Einschlupflochdurchmesser: ca. 6 cm, Bodenbelag: 1-2 cm dicke Schicht Sägespäne, mittelgroßer Holzspäne, die vom Weibchen weiter zerkleinert werden oder Holzmulm.

    Gelege 3-6 Eier, Brutdauer ca. 18 Tage, Nestlingszeit 5-6 Wochen, Selbständigkeit ca. 2-3 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 4,5 mm Ø.

Papageien

Amazonen

  • Singsittich

    Singsittich

    Kennzeichen:

    Länge: 27 cm 
    Gewicht: 60-70 g

    Männchen: Kopf grün, Vorderkopf mit bläulichem Anflug, Nacken und Brust gelblichgrün, Oberrücken und Oberarmdecken braungrün, Unterrücken und Bürzel rot (s. Foto unten), Flanken blau. Handschwingen graubraun, Außenfahnen bis zur Mitte blau (weißer Fleck an der inneren Fahne), Armschwingen olivgrün mit weißem Rand, Flügelbug türkis. Oberschwanzdecken grün, Unterschwanzdecken grauweiß, Schwanzfedern grün mit weißen Spitzen. Schnabel schwärzlich, Iris braun, Beine grau.

    Weibchen: im Vergleich zum Männchen unscheinbar, Gefieder olivgrau, Kopf, Nacken, Kehle und Brust gelblich, weißer Unterflügelstreif, kein roter Bürzel. (Foto s. unten)

    Jungvögel: ähnlich den erwachsenen Vögeln, Farben matter. Durch den roten Bürzel sind die männlichen Jungvögel von den weiblichen bereits in der 3. Woche gut zu unterscheiden.

    Heimat:

    südliches Queensland, Neusüdwales, Victoria, südöstliches Südaustralien

    Nahrung:

    Körnerfutter (Glanz, verschiedene Hirsearten, Negersaat, Hafer, Weizen, Gerste, Hafer, Leinsamen, Wildsamen, wenige Sonnenblumenkerne), Keimfutter, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren

    Haltung:

    Haltung in großem Käfig / Voliere oder Außenvoliere (Mindestmaße: 4x2x2 m LxBxH) mit frostfreiem Schutzraum.

    Singsittiche sind robust und ausdauernd, lebhaft und zutraulich. Ihre Stimme ist melodisch und nicht laut, allerdings können sie relativ laut rufen. Sie baden teilweise gerne und lassen sich gerne beregnen. Sie nagen nicht viel, sollten jedoch immer frische Zweige zum Nagen bekommen. Sie benötigen viel Freiflug. Sie eignen sich nicht für die Käfighaltung, wenn der Vogelhalter ihnen tagsüber keinen Freiflug geben kann.

    Sie sollten paarweise gehalten werden, auch wenn sie außerhalb der Brutzeit bei ausreichend Platz normalerweise mit anderen Sittichen oder Prachtfinken zusammen gehalten werden können. Da sie sich allerdings nicht immer mit anderen Vögeln verstehen, sollte auf jeden Fall eine Trennungsmöglichkeit bestehen.

    Sie sind für Anfänger in der Vogelhaltung und -zucht geeignet.

    Zucht:

    Während der Brutzeit sollte das Paar alleine gehalten werden, da die Männchen meistens sehr aggressiv reagieren. Ähnlich wie bei den Plattschweifsittichen sollte auch bei den Singsittichen kein zweites Pärchen in einer benachbarten Voliere untergebracht sein. 
    Singsittiche sollten nicht vor einem Jahr zur Brut zugelassen werden, besser sind laut Züchteraussagen 2 Jahre, da jüngere Weibchen häufig an Legenot leiden. 
    2-3 Bruten / Jahr. Brutzeit in der Regel im März und April.

    Legeabstand: 2 Tage, Brutbeginn ab dem 2. oder 3. Ei.

    Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen gefüttert. Nistkastenkontrollen sind unproblematisch, sollten allerdings vorgenommen werden, wenn das Weibchen den Nistkasten verlassen hat. Naturstämme werden ebenfalls gut angenommen. Das Weibchen füttert den Nachwuchs in den ersten Tagen alleine, später beteiligt sich auch das Männchen an der Fütterung. Kurz nach Erreichen der Selbständigkeit sollten die Jungvögel von den Eltern getrennt werden, weil das Männchen meistens aggressiv reagiert. Hiervon sind besonders die jungen Männchen betroffen.

    Nistkastenmaße: ca. 20x20x30 cm LxBxH, Naturstammhöhlendurchmesser: 25 cm, Einschlupflochdurchmesser: 7 cm, Bodenbelag: Sägespäne oder Baummulm.

    Gelege 4-7 Eier, Brutdauer ca. 19 Tage, Nestlingszeit ca. 30 Tage, Selbständigkeit ca. 2 Wochen nach dem Ausfliegen.

    Ringgröße: 4,5 mm Ø. Beringung bis zum 12. Lebenstag.

    Sie eignen sich als Ammenvogel für andere Sitticharten.

Agapornis

  • Blaustirnamazone

    Blaustirnamazone

    Kennzeichen:

    Grösse: 35 – 40 cm

    Gefieder hauptsächlich strahlend grün bis olivgrün. Die meisten Federn sind schwarz gesäumt. Vorderkopf, Stirn hellblau bis kräftig blau. Kopf und Gesicht sonst gelb, oftmals aber bläulich verwaschen, in grün übergehend. Schultern rein rot, (in A.a. xanthoptryx mit mehr oder weniger Gelb vermischt). Flügel: Flügeldecken grün, mit schwarzen Säumen, Handschwingen dunkelgrün bis fast schwarz mit bläulichem Schimmer an der Aussenfahne. Rote Markierung auf den sekundären Handschwingen. Das rote Band im Schwanz und die roten Flügelmarkierungen formen einen Halbkreis, wenn sich der Vogel „präsentiert“. Die Individuen variieren sehr stark in der Farbgebung, besonders am Kopf. Schnabel schwarz; Füße grau; Iris rot-orange

    Heimat:

    Ost-Brasilien, Nördliches und östliches Bolivien, sowie Paraguay bis Nord-Argentinien.

    Nahrung:

    In freier Wildbahn ernähren sich diese Amazonen von Früchten (speziell best. Palmenarten), sowie Beeren, Nüssen, Samen und anderen Pflanzenteilen. Auch sie suchen die grossen Lehmlecken auf, um ihren Mineralienbedarf zu decken.

    Haltung:

    Ausserhalb der Brutzeit schliessen sie sich in grösseren Gruppen und Schwärmen zusammen. Zu diesen Gruppen gehören häufig auch andere Amazonenarten. Wie viele andere Papageien auch, haben die Blaustirnamazonen eine festen Tagesrythmus. Nach dem morgendlichen Aufwachen und Putzen wird zur Tränke geflogen. Danach sucht der Schwarm die Futterplatze auf, an denen der Tag verbracht wird. In kleineren Gruppen wird nun das Nahrungsangebot erkundet, nur unterbrochen durch eine mittägliche Ruhephase. Ehe sich die Amazonen wieder an ihren Ruheplätzen für die Nacht versammeln, wird noch einmal Wasser aufgenommen.

    Paare bleiben immer dicht beieinander, und viele Bewegungen z.B. beim Putzen des Gefieders werden simultan ausgeführt.

    Zucht:

    Die Brutsaison reicht von Oktober bis März. Brutberichte aus der Gefangenschaft besagen, dass normalerweise 4 Eier etwa 28 bis 30 Tage bebrütet werden. Die Eiablage erfolgt jeden 2. Tag, Das Gewicht der Eier liegt zwischen 23 und 26g. Die Jungen verlassen die Bruthöhle etwa nach 50 bis 60 Tagen.

    Venezuela Amazone

    Weißstirnamazone

    Weißstirnamazone

    Kennzeichen:

    Die Federn sind am Rücken, Hals und an der Brust dunkel gesäumt; weiße Stirn; blauer Scheitel; roter Kranz um den grauen Augenring. Der Rand der oberen Flügeldecken und der Flügelspiegel sind rot, die Handschwingen schwarz und grün-blau; der Schnabel ist gelb und in der Mitte hellhornfarben.
    Die Ränder der oberen Flügeldecken sind beim Weibchen meist grün, der rote Kranz um den Augenring ist weniger ausgebildet, der rote Flügelspiegel fehlt. Das Weibchen ist oft deutlich kleiner als das Männchen.

    Gesamtlänge: 25 cm

    Jungvögel: Der rote Kranz um den Augenring ist unvollständig, die weiße Stirn gelb „überpudert“ oder nur angedeutet.

    Heimat:

    Amazonen leben in Mittel- und Südamerika und auf einigen benachbarten Inseln. Westmexiko, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nord Costa-Rica.

    Haltung:

    Als Heimvogel wird die zierliche Weißstirnamazone rasch zahm; sie gilt als sehr sprachbegabt, zutraulich und liebevoll. Alle Amazonen leben in feuchtwarmen Klima und brauchen auch als Heim- oder Volierenvögel ausreichend viel Feuchtigkeit durch Sprühbäder oder warmen Regen, sonst wird ihr Gefieder stumpf und spröde.

    Sie verfügen über eine kräftige Stimme, die auch gut eingewöhnte Amazonen häufig hören lassen. Junge Amazonen gewöhnen sich rasch an ihre neue Umgebung und an die Gesellschaft von Menschen. Sie werden zahm und anhänglich. Bei zu wenig Zuwendung und Langeweile kümmern sie, manchmal bis zum Tod.

    Zucht:

    Selbst mit dem Menschen sehr vertraute Amazonen können aggressiv und zerstörerisch werden, wenn sie in Brutstimmung kommen und keinen Artgenossen als Partner haben. Hier hilft nur die Übersiedlung in eine geräumige Voliere, zusammen mit einem harmonierenden Partner.

Kakadus

  • Agaporniden

Sperlingspapageien

  • Gelbhaubenkakadu

    Gelbhaubenkakadu

    Kennzeichen:

    Grundfärbung weiß; Ohrdecken blaßgelb; Federhaube gelb; Unterflügeldecken und Unterschwanzdecken gelblich verwaschen; Basis der Hals- und Wangenfedern gelblich; nackter Augenring weißlich, gelegentlich mit sehr schwachem bläulichem Anflug. Männchen und Weibchen lassen sich gut an der Augenfarbe unterscheiden: Mannchen dunkelbraun bis schwarz; Weibchen rotbraun. Jungtiere haben bei beiden Geschlechtern eine dunkle Iris; die Umfärbung erfolgt mit ca. 2-3 Jahren.

    Größe: 50cm; Flügellänge 295 – 390mm.

    Heimat:

    Ost- und Südost-Australien bis zum südöstlichen Süd-Australien, Tasmanien und King Island; auf Neuseeland eingebürgert.

    Nahrung:

    Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Kleinsamenmischung (Kardi, Hirse, Hanf, Hafer, Weizen), Zirbel- und andere Nüsse; Mais in der Milchreife; viel Gemüse und Obst, insbesondere Äpfel und Erbsen; Grünfutter; einzelne Vögel konservativ in ihrem Freßverhalten.

    Haltung:

    Zeitweise sehr laute Papageien, vor allem in den Morgenstunden; Haltung in Gemeinschaftsvolieren und im Freiflug möglich. Ein beheizbarer Schutzraum ist unbedingt erforderlich. Da diese Art eine sehr starke Partnerprägung aufweist, bauen handaufgezogene Tiere auch eine extreme Bindung zu ihrer Bezugsperson auf. Der Gelbhaubenkakadu ist auch ein sehr verspielter und extrem lernfähiger Hausgenosse; er ist ständig zu Unfug, Kunststückchen und Schabernack aufgelegt.

    Voliere von 5 m x 2 m x 2 m mit anschließendem Innenraum; Metallkonstruktion und starkes Drahtgeflecht unbedingt erforderlich, da Vögel schwachen Draht durchbeißen; im Winter Haltung nicht unter 5°C; dickwandiger Schlafkasten aus Hartholz 30 cm x 30 cm x 100 cm oder Brutstamm mit 25 cm Durchmesser; evtl. Kanten mit Metallblenden verstärken, da Kakadus sonst den Kasten zerstören.

    Zucht:

    Zur Brut Paare unbedingt in großer Voliere halten, da brutlustige Männchen aggressiv gegenüber Weibchen werden können; in zu kleinen Volieren ohne Rückzugsmöglichkeiten oft Todesfälle; Paare brüten meist nicht vor 3. Lebensjahr; Gelege 2 bis 3 Eier, bis 5 möglich; Brutdauer 24 Tage; Nestlingszeit 8 bis 10 Wochen; Jungvögel rechtzeitig entfernen, da sie vom Männchen angegriffen werden können; zwei Bruten im Jahr möglich.

Edelpapageien

  • Sperlingspapagei

Graupapageien

  • Neuguinea Edelpapagei

Langflügelpapageien

  • Graupapagei

    Graupapagei

    Kennzeichen:

    Der Graupapagei erreicht eine Größe von ca. 35 cm. Blassgrau bis gelegentlich dunkelgrau; weiße Gesichtsmaske unbefiedert; Kopffedern mit hellem Saum; Bauchfedern mit dunkelgrauem Saum; Unterrücken hellgrau; Handschwingen grauschwärzlich; Unterflügeldecken hellgrau; hintere Oberschwanzdecken und Schwanz rot; Schnabel schwarz; Iris blaßgelb; Füße dunkelgrau;

    Heimat:

    Lebt in den Savannen, Berg und Mangrovenwäldern von West- und Zentralafrika.

    Nahrung:

    Hauptsächlich Papageienfertigfutter sowie Gemüse, Obst, Nüsse und Biskuit. In maßen gereicht nimmt er auch gern eine gekochte Kartoffel oder einen gekochten kleinen Knochen vom Huhn oder Kalb, was jeweils aber nie roh gereicht werden darf.

    Haltung:

    Bei einer Temperatur von 23 – 28°C fühlt er sich am wohlsten und kann über 70 Jahre alt werden. Zur Eingewöhnung sollte ein Graupapagei die ersten 2 – 3 Wochen völlig in Ruhe gelassen werden. Der Standplatz des Käfigs bzw. der Voliere sollte gut gewählt sein, da eine Standortveränderung selbst zahme Tiere für längere Zeit verstummen lassen kann. Käfige und Futterschalen sollten aus starkem Material sein, da die Vögel ein großes Nagebedürfnis haben, woraus sich ergibt, das immer frische Zweige zum benagen bereitgestellt werden sollten. Graupapageien lassen sich gern mit einer Sprühflasche beregnen (1 – 2 mal wöchentlich), auch baden sie gern in der nicht zu heißen Morgen- und Abendsonne. Außenvolieren müssen im Winter einen beheizten Schutzraum bieten.

    Zucht:

    Graupapageien brüten im Allgemeinen das ganze Jahr über und ändern auch während der Brut nur selten ihr Verhalten. Als Mindestgröße für die artgerechte Unterbringung sollte eine Voliere von 2 m x 1 m Grundfläche und 2 m Höhe zur Verfügung stehen. Eingewöhnte Graupapageien gelten als Winterfest, wobei wir im Winter grundsätzlich auf 15 C° heizen. Der Nistkasten sollte mindestens die Maße von 30 cm x 30 cm x 50 cm haben. Da es sich bei unseren Graupapageienpaaren fast ausschließlich um handaufgezogene Nachzuchten handelt, ist die Nistkastenkontrolle völlig problemlos. In letzter Zeit werden vermehrt Stimmen laut die besagen, daß man Graupapageienpaare während und vor der Brutzeit im „halbdunkeln“ halten soll, da die Zucht dann erfolgreicher ist. Auch sollen diese Paare in wesentlich kleineren Käfigen (80 cm x 80 cm x 80 cm) gehalten werden. Diese Art der Zucht und Haltung ist abzulehnen !

Weißbauchpapageien

  • Goldbugpapagei

    Kongopapagei

    Kongopapagei

    Kennzeichen:

    grün; Stirn, Scheitel, Flügelbug und Schenkel orangerot; Ausdehnung der orangenen Stirnfärbung variiert und fehlt bei einigen Vögeln ganz; Zügel schwarz, Kopfseiten bei vielen Vögeln mit schwärzlichem Anflug; Rücken- und Flügelfedern braunschwarz mit schmaler grüner Säumung; Bauch gelegentlich mit bläulichem Anflug; Unterrücken gelbgrün; Unterflügeldecken-federn schwärzlich mit breiten grünen Säumen; Schwanz schwarzbräunlich: nackter Augenring hellgrau; Oberschnabel an der Basis hornfarben, der Rest und der Unterschnabel schwärzlich; Iris rot; Füße dunkelgrau. Weibchen wie Männchen gefärbt, aber mit etwas hellerem Gefieder und gelegentlich mehr bräunlicher Iris.

    Jungtiere ohne Orangerot auf Kopf, Schenkel und Flügelsaum; Wangen mehr grün; grüne Federsäume auf Rücken und Flügeln schmaler; Brust und Bauch mit bläulichem Anflug.

    Heimat:

    Süd-Kamerun und Zentralafrikanische Republik ostwärts bis Nord-Angola und Nordkenia.

    Nahrung:

    Samengemisch aus Kardi, Paddyreis, Weizen, Hafer, Glanz und verschiedenen Hirsesorten; auch gekeimt; wenige Sonnenblumenkerne; verschiedene Obst- und Gemüsesorten; halbreifer Mais, Hagebutten, Grünpflanzen (Vogelmiere, Löwenzahn usw.); zur Aufzucht Eifutter, Weißbrot und Biskuit.

    Haltung:

    Voliere von 3 m x 1 m x 2 m; im Winter nicht unter 5°C. Leise Papageien, die nur selten ihre Stimme hören lassen; aktiv; Importtiere in den ersten Wochen anfällig und meist scheu; werden nur langsam zutraulich; eingewöhnt hart und ausdauernd; auffälliges Spielverhalten; benötigen deshalb ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten; ausgeprägtes Nagebedürfnis; neigen in zu kleinen Käfigen und bei mangelnden Beschäftigungsmöglichkeiten zum Rupfen.

    Zucht:

    Mehrfach gelungen, aber oft mit Schwierigkeiten verbunden; oft schlüpfen Junge nicht oder werden getötet; zur Brutzeit Paar in geschützter Voliere unterbringen und Störungen vermeiden; Brutkasten 24 cm x 24 cm x 50 cm; Brutbeginn in Innenvolieren oft schon im Januar; in Außenpolieren ab Mai; 3 bis 4 Eier; geht das erste Gelege verloren, folgt meist ein Nachgelege; Brutdauer 26 Tage; Nestlingszeit 9 bis 10 Wochen; empfindlich gegen Nistkastenkontrollen; Junge werden während der Aufzuchtphase oft von den Eltern gerupft.

    Mohrenkopfpapagei

    Mohrenkopfpapagei

    Kennzeichen:

    Diese Stumpfschwanzpapageienart erreicht eine Größe von ca. 23 cm. Diese Vögel sind mit etwa einem Jahr vollständig ausgefärbt und dann an der gelben Iris zu erkennen, juvenile Tiere hingegen sind an einer dunklen Iris zu erkennen.

    Kopf grau bis dunkelgrau; Ohrdecken mit leicht silbernem Anflug; Unterbrust bis Bauch gelb bis orangegelb; Unterflügel und Unterschwanzdecken hellgelb; Schwanz bräunlichgrün; nackter Augenring schwarz; Schnabel schwarz; Iris gelb; Füße dunkelgrau;

    Heimat:

    Der Mohrenkopfpapagei bewohnt die lichten Wälder und Savannen Westafrikas vom Senegal bis Kamerun, wobei er unterhalb des Äquators nicht mehr anzutreffen ist.

    Nahrung:

    Mohrenkopfpapageien bevorzugen als Hauptnahrung ein gut gemischtes Futter bestehend aus Sonnenblumenkernen, Glanzsaat, Mais, Hafer, Weizen und verschiedenen Nüssen. Zur Ergänzung reicht man ihnen Äpfel, Mohrrüben und Beeren. Grünfutter wird bis auf Petersilienstengel in der Regel verschmäht.

    Haltung:

    Er fühlt sich bei einer Temperatur von 20-25 °C am wohlsten. Die Haltung dieser Papageienart ist in Käfigen, Zimmer- und Außenvolieren möglich. Da sie starke Nager sind, sollte ihr Käfig aus entsprechend starken Metallstäben bestehen, außerdem ist die Verwendung von etwas dickeren Sitzstangen aus Eichen- oder Buchenholz anzuraten. Die Überwinterung erfolgt bei einer Temperatur von etwa 10-12 °C.

    Zucht:

    Die normale Gelegegröße umfasst drei, seltener vier Eier. Das Weibchen bebrütet sie 27 oder 28 Tage.

Exoten

  • Grünzügelpapagei

    Grünzügelpapagei

    Kennzeichen:

    Diese Weißbauchpapageien erreichen ein Größe von etwa 23 cm. Stirn, Scheitel und Nacken schwarz; Zügel und Streifen unter dem Auge grün; Wangen, Hals, Band im Nacken, Schenkel und Flanken orange; Brust und Bauch cremeweiß; Unterschwanzdecken gelborange; Handdecken und Handschwingen violettblau; Schwanz oberseits mit gelber Spitze, unterseits matt olivgeld; Schnabel schwärzlich, nackter Augenring dunkelgrau, Iris rot; Füße dunkelgrau

    Heimat:

    Bewohnt die tropischen Regionen Ost-Brasiliens, wo er sich am liebsten im Wald aufhält.

    Nahrung:

    Sein Speiseplan besteht aus Sonnenblumenkernen, Weizen, Hafer (geschält), Erdnüsse, Walnüsse und versch. Beeren wie zum Beispiel Johannisbeeren. Zwieback, Weizenbrot, Äpfel, Granatäpfel, Weintrauben, Apfelsinen und Knospen frischer Zweige bringen viel Abwechslung in die Ernährung. Bananen und Vogelmiere dagegen werden meist verschmäht. Futter wird nie vom Boden aufgenommen und sollte deshalb in einer gut erreichbaren Höhe von etwa 120 cm angebracht werden.In seiner natürlichen Umgebung nimmt er gern Guaven, Feigen und Blütenblätter.

    Haltung:

    Der Grünzügelpapagei kann selbst in sehr großen Volieren gegenüber anderen Arten sehr aggressiv werden. Sie benötigen in jedem Falle einen Schlaf- bzw. Brutkasten (30x30cm) mit einem Schlupfloch von etwa 7cm Durchmesser. Sie können Stimmtechnisch sehr laut werden was sich durch schrilles und helles Pfeifen bis hin zu Schreilauten äußern kann. Grünzügelpapageien sollten keinen Temperaturen unter +5°C ausgesetzt werden.

    Er besitzt ein geringes Sprachtalent, was er durch die Schönheit seines Gefieders wieder wett macht. Besonders aktiv werden diese Papageien im warmen Regen, woraus hervorgeht das sie auch gern mit Sprühflaschen beregnet werden.

    Zucht:

    Der Grünzügelpapagei brütet sowohl in Naturstämmen als auch in stabilen Rechteckkästen. Es dauert aber oft Jahre bis Paare zur Brut schreiten. Die Vögel sind frühestens mit drei Jahren Geschlechtsreif. Es werden drei bis vier Eier gelegt und ca. 25-26 Tage bebrütet. Die Nestlingszeit beträgt ca. 70 Tage.

Prachtfinken

  • Gouldamadine

    Gouldamadine

    Kennzeichen:

    Größe: etwa 15 cm

    Hinterkopf, über Rücken bis Flügeldecken: grün, Bürzel- und Schwanzgefieder ist hellblau, Brustgefieder lila, Bauch und Flanken gelb, Schwanzfedern schwarz, hinteres Kopfgefieder ist leuchtend hellblau, seitlich schwarz abgegrenzt Bauchgefieder abgegrenzt durch orangefarbene Federn, Beine: gelblich bis fleischfarben. Die Gouldamadine kommt in den drei Kopffarben rot, schwarz und gelb vor. Die Henne ist in der Regel matter in allen Farben. Ausserdem gibt es Vögel mit weißer Brust und andere Mutationen.

    Heimat:

    Die Gouldamadinen sind in Australien beheimatet. Sie bewohnen hauptsächlich den nördlichen Teil Australiens, bis runter zum 19. Breitengrad und an der Nordwestküste bis zur nordöstlicher Küste.

    Nahrung:

    Wenn die Jungen heranwachsen, sollte den Eltern genügend Ei- und Weichfutter geboten werden. Auch ist ein Teil des normalen Körnerfutters dann in gekeimtem Zustand zu reichen. Gekeimte Samen sind weicher und vitaminreicher. Sonst besteht die Nahrung der Gouldamadinen aus einem Exoten-Mischfutter. Gern mögen sie Kolbenhirse, halbreife Grasrispen und Grünfutter wie Vogelmiere, Löwenzahn und die verschiedenen Salatsorten.

    Haltung und Zucht:

    Haltung möglichst in einem kleinen Schwarm in einer Voliere. Temperaturen ab 20 Grad Celsius, für die Zucht sind 22-24 Grad empfehlenswert. Nisthilfen in Form von Bastkörbchen, halboffene Nistkästen oder auch Wellensittichnistkästen sollten angeboten werden. Für den Nestbau benutzen die Goulds am liebsten Kokosfasern.Schön zu beobachten ist auch die Balz, wobei das Männchen der ausgewählten den Schwanz zuwendet, schnell mit dem Kopf schüttelt und im Anschluß singend auf der Stelle hüpft. Die Brutdauer beträgt etwa 16 Tagen, die Nestlingszeit etwa 3 Wochen. Sollten Sie Goulds nicht in der Voliere sondern in einem Käfig züchten wollen, so empfiehlt sich eine Mindestgröße von 100cm x 50cm x 50cm.

    Schauzebrafinken (Haube)

    Zebrafinken

    Zebrafinken

    Kennzeichen:

    Der Zebrafink erreicht eine Größe von ca. 10 cm. Das Männchen unterscheidet sich durch seine Färbung von dem fast einheitlich grauem Weibchen.

    Heimat:

    Lebt in fast ganz Australien und bewohnt dort hauptsächlich die offenen, trockenen und strauchbewachsenen Gebiete mit vereinzelten Bäumen.

    Nahrung:

    Exotenmischfutter mit versch. Hirsesorten, Spitzsaat und ganz wenig Negersaat sowie Hafer, gelegentlich Grünfutter (Vogelmiere), Löffelbisquits und Mehlwürmer. Wichtig sind Vitamine und ausreichend Kalk. Außerdem brauchen die Vögel viel Sonne und ständig frisches Wasser zum trinken und baden.

    Haltung und Zucht:

    Zebrafinken stammen ausschließlich aus heimischen Zuchten und sind problemlos in der Haltung. Sie sind friedlich und daher auch für den Gesellschaftskäfig geeignet. Die Paarweise Haltung ist unbedingt erforderlich. Er ist ständig in Bewegung und eignet sich deshalb eher für die Voliere als den Käfig. Der Käfig (Voliere) sollte mit Naturzweigen ausgestattet sein. Zur Mauserzeit sollten spezielle Ergänzungsstoffe gegeben werden, da sonst Probleme mit der Federbildung auftreten.

    Lebenserwartung:

    ca. 9-10 Jahre

Afrikanische Prachtfinken

Australische Prachtfinken

Ozeanische Prachtfinken

Kanarienvögel

  • Farbkanarienvögel

    Kanarienvögel

    Kanarienvögel

    Kennzeichen:

    Kanarienvögel werden etwa 12 – 15cm groß, aufgrund ihres Gesanges wurden sie ohne Rücksicht auf die Farbe Jahrhunderte lang gezüchtet, wodurch später auch „Abarten“ bezüglich des Körperbaus und der Größe hinzukamen. Den begehrten Gesang erzeugen nur die Männchen.

    Heimat:

    Die ursprünglich gelbgrüne Wildform der Kanarienvögel lebt auch heute noch in den Wäldern, Weinbergen und auf Bäumen entlang der Straßen der Kanarischen Inseln mit Ausnahme von Fuerteventura.

    Nahrung:

    Als Hauptfutter erhält der Kanarienvogel eine Körnermischung, die es überall zu kaufen gibt und die in der Regel alle lebensnotwenigen Nährstoffe enthält. Angekeimte Sämereien und Grünfutter dürfen auch hier nicht fehlen. Letzteres besteht im Winter aus Salat, Spinat und während des Sommers aus eingefrorenen Gräsern und Kräutern. Im Frühjahr, Sommer und Herbst ist das frische Angebot an Gräsern, Kräutern und frischen Zweigen so groß, dass man dem Vogel täglich neue Leckereien vorsetzen kann.

    Haltung:

    Ein Kanarienvogel ist ein Einzelgänger. Setzen Sie niemals zwei Männchen zusammen in einen normalen Stubenkäfig. Die Revierkämpfe würden fast das ganze Jahr über anhalten, eventuell sogar zum Tod des schwächeren Tieres führen. Auch die paarweise Unterbringung ist wenig zu empfehlen. Kanarienvögel sind, wie ihre wilden Verwandten, sehr bewegungsfreudige Tiere.

    Die Mindestkäfiggröße für einen ausgewachsenen Vogel beträgt 50 x 30 x 40cm. Der ideale Kanarienkäfig ist immer länger als hoch und tief.

    Zucht:

    Zur Mauserzeit sollte insbesondere den Weibchen eine spezielle Mauserhilfe in Futterform zur Verfügung gestellt werden.

    Klosterkanarienvögel

Wachteln

  • Wachteln

    Zwergwachtel

    Zwergwachtel

    Kennzeichen:

    Die Geschlechter besitzen ein unterschiedliches Farb- und Zeichnungsbild. Der Hahn mit seiner schwarzweißen Kehlzeichnung sowie dem blaugrauen Hals- und Flankengefieder erscheint recht farbenfroh gegenüber der im Gesamtbild graubraunen Henne. Die kleinste Spezies aller Hühnervögel ist eine der bekanntesten unter allen Arten des Ziergeflügels. Unverkennbar ist dieser Zwerg in seiner typisch gerundeten Wachtelerscheinung.

    Heimat:

    In folgenden Gebieten ist die Zwergwachtel verbreitet: Vorderindien und Ceylon bis Südostchina und Taiwan, weiter im Südosten über die indonesische Inselwelt, Neuguinea, Neukaledonien bis zum Bismarck-Archipel und im Küstengebiet von Nord-, Ost- und Südaustralien. Ihr Biotop sind moorige Wiesen, Grassteppen sowie in bewirtschafteten Gebieten auch abgeerntete Reisfelder.

    Nahrung:

    Zur Grundnahrung dieser Wachteln gehören versch. Hirsearten (Wald- und Exotenmischfutter), Hanf, Grassamen, Mohn und gelegentlich Insekten (Mehlwürmer). Grünfutter wie beispielsweise Vogelmiere darf insbesondere bei der Käfighaltung nicht fehlen.

    Haltung:

    Aufgrund ihrer geringen Größe von 13 – 14 cm (kleinstes Huhn) wird Zwergwachtel gern in Käfigen und Volieren gehalten. In der Gefangenschaft lieben sie Außenvolieren (im Winter beheizt), die mit versch. Grasmischungen angesät sind. Anfänglich ist die Zwergwachtel etwas scheu, aber mit der Zeit wird sie zunehmend zahm und neugierig. Chinesische Zwergwachteln sind Laufvögel, woraus sich ergibt, das für sie eher eine Voliere mit großer Grundfläche, als eine hohe Voliere in Frage kommt. Für diese Hühner ist das Staubbaden in feinem Sand wichtig. Die paarweise Haltung oder Haremshaltung (mehrere Hennen) ist möglich. Sie sind für den Gesellschaftskäfig (od. Voliere) gut geeignet, da sie friedlich sind.

    Zucht:

    Sobald das Gelege vollständig ist (4-15 Eier) und die Umstände passen wird die Henne zu brüten beginnen. Man sollte zur Zucht das eiweißhaltige Futter (Eifutter, Insekten) stark reduzieren oder ganz weglassen, da dieses Futter den Paarungstrieb der Henne so anregt, dass sie oft vorzeitig das Gelege verläßt. Auch ein besonders treibender Hahn kann zu einem vorzeitigen Verlassen des Geleges führen, in diesem Falle sollte der Hahn bei Brutbeginn aus der Voliere genommen werden, und der Henne die Jungenaufzucht alleine überlassen werden.

    Sollte bei der Brut alles gut gehen, so sollten nach 16-17 Tagen die ersten hummelgroßen Küken schlüpfen, die schon am zweiten Tag als Nestflüchter mit der Futtersuche im Schutz der Henne beginnen.

Ziertäubchen

 

  • Diamanttäubchen

    Kaptäubchen