Rassen

Rassebeschreibung

Hier werden die verschiedensten Rassen, welche in unserem Verein gezüchtet werden, laut Deutschem Einheitsstandard beschrieben und eingeteilt.

Tümmlertauben

  • Elsterpurzler

    Elsterpurzler

    Herkunft:

    Ein vor Herauszüchtung der Langschnäbligen Elster in ganz Deutschland weiterverbreiteter Tümmler, der als guter Flieger und Flugkünstler (Purzeln und Stellen) besonders beliebt ist. Er gehört zu den ältesten deutschen Taubenrassen. Die Pechschnäbligen sind nach 1950 in der Oberlausitz erzüchtet worden.

    Farbenschläge:

    Hellschnäblige in Schwarz, Rot, Gelb, Blau, Blaugehämmert, Blaufahl, Blaufahl-Gehämmert, Rotfahl, Gelbfahl; Pechschnäblige in Schwarz, Blau, Blaufahl, Aschfahl.

    Farbe und Zeichnung:

    Alle Farben satt und rein. Rotfahle sind aschfarben und im Hals weinrot; Schwanz aschfarben ohne farbige Schwanzbinde. Gelbfahle sind hellaschfarben und im Hals gelb; Schwanz hellaschfarben ohne farbige Schwanzbinde. Aschfahle sind hellfahl ohne jegliche dunklere Abzeichen mit Ausnahme von Roteinlagerungen im Halsgefieder. Elsterzeichnung; Brustzeichung nicht zu tief, möglichst nicht über das Brustbein reichend.

    Ringgröße:

    7

    Altholländische Tümmler

    Altholländische Tümmler

    Herkunft:

    Im 16. Jahrhundert aus Indien und dem Iran nach Holland eingeführt und von dort in Europa verbreitet.

    Farbenschläge:

    Schildtiger und Weißschildig:
    Schwarz, Rot, Gelb.
    Geelstert:
    Schwarz, Dun, Blau, Rot, Gelb.
    Einfarbig:
    Weiß, Schwarz, Rot, Gelb, Blau mit schwarzen Binden, Blaufahl mit dunklen Binden, Blauschimmel, Rotfahl, Gelbfahl.
    Weißschlag:
    Schwarz, Rot, Gelb, Blau mit schwarzen Binden, Blaufahl mit dunklen Binden, Blauschimmel.
    Weißschwanz:
    Schwarz, Rot, Gelb, Blau mit schwarzen Binden, Blaufahl mit dunklen Binden, Blauschimmel, Rotfahl, Gelbfahl.
    Weißschlag-Weißschwanz:
    Schwarz, Rot, Gelb, Blau mit schwarzen Binden, Blaufahl mit dunklen Binden, Blauschimmel.

    Farbe und Zeichnung:

    Alle Farben rein bzw. intensiv. Die Blauschimmel mit der üblichen Schimmelfarbe. Weißschläge mit 7-10 weißen Handschwingen und möglichst farbigen Daumenfedern, Latschen farbig. Weißschwänze haben nur die 12 Steuerfedern weiß, Schwanzdecken und Keil sind farbig. Weißschlag-Weißschwänze haben weiße Schwingen wie Weißschläge und weißen Schwanz mit weißen Unter- und Oberdecken, Latschen farbig. Schildtiger mit Tigerzeichnung so gleichmäßig wie möglich nur auf dem Flügelschild. Weißschilder mit gut abgerundetem Schild; weißer Rücken gestattet. Die Geelsterten mit der üblichen Elsterzeichnung, aber weißem Kopf und mittlerem Latz. Auf dem Oberkopf ein farbiger Fleck, die Krone. Beiderseits zwischen Schnabelgrund und Augen ein farbiges Fleckchen.

    Ringgröße

    11

Kropftauben

 
  • Voorburger Schildkröpfer

    Voorburger Schildkröpfer

    Herkunft:

    Holland. In den dreißiger Jahren aus Norwich-, Brünner und Steigerkröpfern und Schildtauben erzüchtet, 1938 (in Deutschland 1969) anerkannt.

    Farbenschläge:

    Schwarz, Dun, Blau mit schwarzen oder ohne Binden, Braun, Rot, Gelb. Gehämmert in Blau, Blaufahl, Braun, Rot- und Gelbfahl. Fahl mit Binden in Blau, Braun, Rot, Gelb. Mit weißen Binden in Schwarz, Blau, Braun, Rot, Gelb, Isabell, Blaufahl. Gesäumt in Schwarz, Blau, Braun, Rot, Gelb.

    Farbe und Zeichnung:

    Die Intensivfarben satt, die zarten Farben rein und gleichmäßig. Binden schmal und durchgehend. Die Hämmerung so gleichmäßig wie möglich. Die Säumung in gleichmäßiger Breite um die Feder laufend, dabei möglichst helle, reine Schildfarbe. Bei weißer Hauptfarbe ist nur das Flügelschild – möglichst auch die Daumenfedern – farbig. 7 bis 12 Schwingen sind weiß.

    Ringgröße:

    8

    Steller Kröpfer

    Steller Kröpfer

    Herkunft:

    Tschechoslowakei (Böhmen).

    Farbenschläge:

    Einfarbig Weiß, Schwarz, Rot, Gelb, Blau mit oder ohne schwarze Binden, Blaugehämmert, Blaufahl, Rotfahl, Gelbfahl, Blaufahl-Gehämmert, Rotfahl-Gehämmert, Gelbfahl-Gehämmert.
    Alle Farben auch mit weißer Schnippe oder weißen Schwingen.
    Getigerte und Gescheckte in Schwarz, Rot, Gelb, Blau.
    Geganselte in Schwarz, Rot, Gelb, Blau und Blaugehämmert-Weiße mit farbiger Schnippe in Schwarz, Rot, Gelb, Blau. Weißbindige in Schwarz, Rot, Gelb, Blau.

    Farbe und Zeichnung:

    Alle Farben rein, satt, in metallischem Glanz leuchtend, besonders am Hals. Glanz bei Schwarzen und Blauen blaugrün; bei Roten je nach Lichteinfall rot bis kupferrot bzw. grün, bei Gelben rosa. Die Gelbfahlen mit semmelgelber Farbe, ohne Grau an Brust und Bauch. Binden farbenrein, durchgehend, nicht zusammenlaufend. Weißschwingige mit 5 bis 9 weißen Endschwingen; Schwingengleichheit bevorzugt. Eine Schnippe soll die Augenränder nicht berühren und dicht über dem Schnabel ansetzen.

    Getigert: Weißgefleckt werden der Kopf, das obere Drittel des Kropfes bzw. Halses, das Flügelschild, die Schultern und der Rücken verlangt. Farbig müssen bei Getigerten sein: die untere Partie des Kropfes, die Brust, die Körperunterseite, Schwingen und Schwanz.

    Gescheckte haben auf weißem Grund gleichmäßig verteilte (nicht flächige) farbige Zeichnung. Schwingen und Schwanz sind gescheckt, reinweiß zulässig. (Tiere mit nur wenigen weißen oder farbigen Federn gelten nicht als Schecken, sondern sind Fehlfarben.)

    Geganselte haben Elsterzeichnung, farbigen Rücken, weißen Kopf und farbigen Stirnfleck, der nicht bis an die Augenränder gehen darf. Sie haben mittelgroßen weißen Latz auf dem Oberkropf.

    Ringgröße:

    8

    Steiger Kröpfer

    Steiger Kröpfer

    Herkunft:

    Schlesien, Böhmen und Mähren.

    Farbenschläge:

    Schwarz, Rot, Gelb, Weiß, Blau mit schwarzen oder ohne Binden, Blaugehämmert.

    Farbe und Zeichnung:

    Satt und durchgehend gleichmäßig, viel Glanz.

    Ringgröße:

    8

    Starwitzer Flügelsteller

    Starwitzer Flügelsteller

    Herkunft:

    In Oberschlesien seit alter Zeit gezüchtet, später über ganz Deutschland verbreitet.

    Farbenschläge:

    Einfarbige und Weißschwingige in Rot, Schwarz, Gelb, Blau ohne oder mit schwarzen Binden, Blaufahl mit Binden, Blaugehämmert, Blaufahl-Gehämmert, Rotfahl-Gehämmert, Gelbfahl-Gehämmert, Rotfahl, Gelbfahl;
    Blau-, Rot-, Gelbschimmel, Weiße Geelsterte in Schwarz, Blau, Blaugehämmert, Rot und Gelb.

    Farbe und Zeichnung:

    a) Einfarbige: Verlangt werden gleichmäßige Färbung und farbiger Rücken. Bei Blauen sind Farbtönungen von Dunkel- über Hell- bis Lichtblau zugelassen. Binden markant, durchgehend, farblich rein. Bei Weißschwingigen sollen 6 bis 9 Handschwingen weiß sein.

    b) Blauschimmel: Grundfarbe ein zartes, silbrig glänzendes Blaugrau (nicht weiß an Bauch und Schenkeln). Das Untergefieder dunkel- bis schwarzgrau. Flügeldecken gleichmäßig ganz fein weiß gesprenkelt, wie mit leichtem Schimmel überzogen wirkend. Schwanz durch hellere Federsäumung wolkig erscheinend. Flügelbinden und Schwanzbinde schwarz. Schwingen so dunkel wie möglich. Im Halsgefieder sind der Grund und die Spitzen der Federn hell und der Mittelteil dunkel. Ober dem vorderen Teil der dunklen Partie liegt ein Grünschimmer (schwächer auch auf den hellen Spitzen). Die hellen Spitzen ergeben die gewünschte Schimmelfärbung, die bei geblasenem Kropf durch den dann sichtbar werdenden dunklen Mittelteil des Gefieders (Strichelung oder Rieselung) unterbrochen wird. Kopffarbe wie Körperfarbe.

    c) Rot- und Gelbschimmel: Durch nur ganz schwach getöntes Untergefieder wirken die Kopf- und Körperfarbe rahmartig, die Flügelschilder weißlich. Flügelbinden intensiv rot oder gelb und gut begrenzt. Schwingen äußerlich weiß, in den Innenfahnen Farbstoff vorhanden. Schwanz hell ohne Binde. Im Halsgefieder sind vom Grund her etwa drei Fünftel der Feder weiß. Davor befindet sich ein roter oder gelber, leicht grünschillernder Fleck, der ringsherum von einem weißen Rand umgeben ist. Dieser Farbfleck soll bei ungeblasenem Kropf schwach, bei geblasenem mehr und gut verteilt (nicht flächig) als Sprenkelung sichtbar sein.

    d) Geelsterte: Farbig sind Kopf, Hals, Brust, Schultern, Rücken und Schwanz.

    Ringgröße:

    8

    Schlesischer Kröpfer

    Schlesischer Kröpfer

    Herkunft:

    In Schlesien seit alter Zeit gezüchtet, später über ganz Deutschland verbreitet.

    Farbenschläge:

    Blau-, Rot- und Gelbschimmel;
    Einfarbige in Schwarz, Rot, Gelb, Weiß, Blau mit oder ohne schwarze Binden, Blau-, Rot- und Gelbfahl, Blau-, Blaufahl-, Rotfahl- und Gelbfahl-Gehämmerte, Weiße mit roten oder gelben Binden;
    Schalaster in Schwarz, Rot, Gelb und Blau;
    Weißplatten in Schwarz, Rot und Gelb mit weißen oder ohne Binden;
    Blau mit schwarzen, weißen oder ohne Binden, Blaugehämmert, Blaufahl, Blaufahl-Gehämmert;
    Weißbindige in Schwarz, Rot, Gelb und Blau;
    Gemönchte und Weißschwingige in Schwarz, Rot, Gelb, Blau, Blau-, Rot- und Gelbfahl-Gehämmert.

    Farbe und Zeichnung:

    a) Blauschimmel: Am ganzen Körper ein zartes, wie mit leichtem Schimmel überzogenes, silbrig schimmerndes Blaugrau (nicht Weiß an Bauch und Schenkeln); Untergefieder dunkel- bis schwarzgrau. Flügelbinden und Schwanzbinde schwarz, Schwingen so dunkel wie möglich. Im Halsgefieder sind der Grund und die Spitzen der Federn hell und der Mittelteil dunkel. Über dem vorderen Teil der dunklen Partie liegt ein Grünschimmer (schwächer auch auf den hellen Spitzen). Die hellen Spitzen ergeben die gewünschte Schimmelfärbung, die bei geblasenem Kropf durch den dann sichtbar werdenden dunklen Mittelteil des Gefieders (Strichelung oder Rieselung) unterbrochen wird. Kopffarbe wie Körperfarbe.

    b) Rot- und Gelbschimmel: Durch nur ganz schwach getöntes Untergefieder wirken Kopf- und Körperfarbe rahmfarbig, die Flügelschilder weißlich; Flügelbinden intensiv rot oder gelb und gut begrenzt, Schwingen äußerlich weiß, in den Innenfahnen Farbstoff vorhanden; Schwanz hell, ohne Binde. Im Halsgefieder sind vom Grund her etwa 3/5 der Feder weiß. Davor befindet sich ein roter oder gelber, leicht grünschillernder Fleck, der ringsherum von einem weißen Rand umgeben ist. Dieser Farbfleck soll bei ungeblasenem Kropf schwach, bei geblasenem mehr und gut verteilt (nicht flächig) als Sprenkelung sichtbar sein.

    c) Einfarbige: Verlangt werden gleichmäßige Färbung und farbiger Rücken. Bei Blauen sind Farbtönungen von Dunkel- über Hell- bis Lichtblau zugelassen. Binden markant, durchgehend, 6 bis 7 mm breit, farblich rein.

    d) Schalaster: Die Flügel sind reinweiß, Schulterherz (nicht zu breit) und übriges Gefieder farbig. Wenig Weiß an den Schenkeln gestattet.

    e) Weißplatten: Weiße Kopfplatte in möglichst gerader Linie vom Schnabelwinkel durch die Augen oder scharf darunter nach dem Hinterkopf gehend. Übriges Gefieder in satten Farben bzw. gleichmäßigem Blau, Binden markant, durchgehend und farblich rein.

    f) Gemönchte: Weiß sind der Kopf, wenige Millimeter unter den Augen geschnitten und glattlinig um den Hinterkopf gehend, sowie 6 bis 9 Handschwingen. Übriges Gefieder in satten Farben bzw. gleichmäßigem Blau. Etwas Afterweiß und wenig Weiß an den Schenkeln sind gestattet.

    g) Weißschwingige: Wie Gemönchte, jedoch Kopf farbig.

    Ringgröße:

    8

    Pommersche Kröpfer

    Pommersche Kröpfer

    Herkunft:

    Alte, in Pommern (Vorpommern und Rügen) heimische Kröpferrasse, deren Vorfahren aus Holland eingeführt wurden.

    Farbenschläge:

    Geherzt in Schwarz, Rot, Gelb, Blau, Blaugehämmert, Blaufahl, Rotfahl, Gelbfahl.
    Weiß mit blauem oder schwarzem Schwanz.
    Getigerte und Schecken in den Farben Schwarz, Rot, Gelb und Blau.
    Einfarbig Weiß und Schwarz.

    Farbe und Zeichnung:

    Alle Farben gleichmäßig und rein bzw. scharf abgesetzt. Bei den Geherzten sind ein etwa halbmondförmiger Kropffleck (Herz), der nicht bis zu den Augen reichen soll, ferner Bauch, Schenkelbefiederung, Latschen, Rücken und 7 bis 10 Handschwingen weiß. Der Schwanz ist bei Schwarz, Blau, Blaugehämmert, Blaufahl und Rotfahl farbig, bei Rot, Gelb und Gelbfahl hell. Flügelrose ist nicht gestattet. Bei Schwarz- und Blaugeschwänzten ist nur der Schwanz farbig, alles andere ist weiß. Getigerte haben weiße und farbige Federn, abwechselnd über den ganzen Körper verteilt, wobei die Schwingen und Schwanzfedern auch farbig sind. Gescheckte haben eine gleichmäßige Verteilung von farbigen und weißen Federpartien über den ganzen Körper, einschließlich Schwingen und Schwanz, wobei Schwingen und Schwanzfedern je nach der Grundfarbe auch ganz weiß sein können.

    Ringgröße:

    13

    Norwichkröpfer

    Norwichkröpfer

    Herkunft:

    Die älteste in England, besonders in der Grafschaft Norfolk und ihrer Hauptstadt Norwich gezüchtete Kropftaube.

    Farbenschläge:

    Einfarbig in Weiß, geherzt in Schwarz, Blau, Rot, Gelb, Dun, Dunfahl, Blaufahl, Rotfahl, Gelbfahl.

    Farbe und Zeichnung:

    Das Herz (Halbmondzeichnung auf dem Kropf), Unterbrust, Bauch, Schenkel und 7 bis 10 Schwingen sind weiß. Bei Schwarz, Blau, Dun und Blaufahl ist der Schwanz farbig, bei Rot, Gelb und Gelbfahl hell bzw. fast weiß, bei Rotfahl mehlfarbig. Die Flügelrose besteht aus einigen kleinen weißen Federn.

    Ringgröße:

    8

    Englischer Kröpfer

    Englischer Kröpfer

    Herkunft:

    England. Mitte des 19. Jahrhunderts nach Deutschland eingeführt

    Farbenschläge:

    Einfarbig Weiß, geherzt in Schwarz, Blau, Rot, Gelb, Blaufahl, Rotfahl und Gelbfahl.

    Farbe und Zeichnung:

    Reine Farben erwünscht. Bei den Geherzten sind der untere Teil der Taille, Bauch, Schwingen und Beine weiß. Über die Mitte des Halses zieht sich von Auge zu Auge ein halbmondförmiges weißes Band, das sog. „Herz“. Der Halbmond darf nicht über die Ohren hinausgehen (Hinterkopfzeichnung stört und erschwert die Zucht auf reine Färbung der Iris). Nahe dem Flügelbug befindet sich die sog. „Flügelrose“, die durch einzeln stehende weiße Federchen – möglichst 5 bis 12 – gebildet wird (die Zeichnung von Herz und Flügelrose ist selten korrekt und bei der Bewertung von nebensächlicher Bedeutung). Die farbige Brust soll von dem weißen Bauch in möglichst gerader Linie scharf abschneiden. Bei Schwarz-, Blau- und Blaufahl-Geherzten ist der Schwanz farbig, bei den anderen Farbenschlägen hell oder weiß.

    Ringgröße:

    10

    Elsterkröpfer

    Elsterkröpfer

    Herkunft:

    In Mitteldeutschland erzüchtet, heute allgemein verbreitet.

    Farbenschläge:

    Schwarz, Rot, Gelb und Blau.

    Farbe und Zeichnung:

    Alle Farben rein, gleichmäßig, satt und glänzend. Kopf, Flügel, Schenkel und Bauch weiß, übriges Gefieder einschließlich Unterrücken und Keil farbig. Der reinweiße Kopf schließt etwa 1/2 bis 1 cm unter den Augen mit scharfer Linie gegen den farbigen Hals ab. Das farbige Schultergefieder bildet von oben gesehen eine Herzform und tritt etwas auf den Flügel über, so dass der weiße Flügel eine schön gerundete Linie zeigt. Am Bauch schneidet die farbige Zeichnung etwa 1 cm vor den Schenkeln ab. Der weiße Bauch reicht bis an den After. Die äußeren Schwanzfedern sind bei den Blauen weiß gesäumt.

    Ringgröße:

    8

    Brünner Kröpfer

    Brünner Kröpfer

    Herkunft:

    Böhmen und Mähren bzw. Prag und Brünn.

    Farbenschläge:

    Einfarbige:
    Weiß, Schwarz, Rot, Gelb, Blau mit schwarzen Binden, Blaufahl, Rotfahl, Gelbfahl.
    Weißbindige:
    Schwarz, Rot, Gelb, Blau, Blaufahl, Silber, Isabell.
    Getigerte:
    Schwarz, Rot, Gelb.
    Gestorchte:
    Schwarz, Rot, Gelb.
    Geherzte:
    Schwarz, Rot, Gelb, Blau, Blaufahl, Rotfahl, Gelbfahl.
    Geganselte:
    Schwarz, Rot, Gelb, Blau.

    Farbe und Zeichnung:

    Die Lackfarben satt und glänzend. Rücken stets farbig. Silber und Isabell in zarter Farbe, jedoch nicht zu hell, so dass die weißen Binden noch deutlich sichtbar bleiben. Wesentlich ist die gleichmäßige Verteilung der Farbe über den ganzen Körper, einschließlich Schwingen und Schwanz. Blaue mit schwarzen oder weißen Binden möglichst in hellem Farbton, Kropf und Hals grünglänzend erwünscht. Binden – ob schwarz, rot, gelb oder weiß – möglichst schmal und durchgehend. Blau-Weißbindige und Blaufahl-Weißbindige haben schmalen, schwarzen bzw. dunklen Bindensaum und ebensolche Schwingen. Silber und Isabell haben keinen Bindensaum. Bei den Fahlen werden Körper- und Flügelfarbe möglichst hell angestrebt. Kropf- bzw. Halsgefieder und Binden müssen jedoch intensiv gefärbt sein. Getigerte so gleichmäßig wie möglich gezeichnet, Schwingen und Schwanz farbig. Gestorchte haben weiße Grundfarbe und farbigen Schwanz, Schwingen, Brust und Oberkopf, wobei möglichst korrekte Zeichnung anzustreben ist. Bei den Geherzten sind weiß: ein etwa halbmondförmiger Kropffleck (Herz), der nicht bis zu den Augen reichen soll, ferner Bauch, Schenkel, Rücken, 7-10 Handschwingen und die Flügelrose. Bei den Geganselten sind weiß: Kopf, mittelgroßer Latz, Rücken, Flügel (mit Ausnahme des Schultergefieders, welches das farbige Rückenherz bildet), Bauch und Schenkel. Der Keil sollte möglichst farbig sein. Alle Gezeichneten müssen in der Grundfarbe den jeweiligen Einfarbigen entsprechen.

    Ringgröße:

    7

Formentauben

  • Texaner

    Texaner

    Herkunft:

    Aus französischen Mondain und kennfarbigen Wirtschaftsking in Texas/USA erzüchtet und 1961 anerkannt. In der Bundesrepublik Deutschland 1972 anerkannt.

    Farbe und Zeichnung:

    Täuber: Durch geschlechtsgebundenen doppelten Faded-(Bleich-)Faktor überwiegend wei9, am Hals Spritzer in irgendeiner Farbe, vereinzelt auch an Brust oder übrigem Körper, jedoch keine Binden; nur bei blauem Pigment matte Binden und graue Schwingen gestattet. Der Farbstoff verstärkt sich mit zunehmendem Alter.
    Täubin: Verwaschen (durch einfachen Faded-Faktor) rotfahl, dominant rot, braunfahl oder blau. Die Fahlen und Blauen mit verwaschenen Binden.

    Ringgröße:

    10

    Strasser

    Strasser

    Herkunft:

    Tschechoslowakei. In Mähren aus Florentinern, Kröpfern und Feldtauben erzüchtet, um 1875 nach Deutschland eingeführt.

    Farbenschläge:

    Blau ohne Binden, Blau mit schwarzen Binden, Schwarz, Rot, Gelb; Blau, Schwarz, Rot und Gelb mit weißen Binden oder weißgeschuppt;
    Blaugehämmert, Rotfahl-Gehämmert, Gelbfahl-Gehämmert, Blaufahl-Gehämmert, Blaufahl mit dunklen Binden, Rotfahl und Gelbfahl mit Binden.

    Farbe und Zeichnung:

    Blau in zartem, hellem Ton bei Täubern, Täubinnen etwas dunkler, die Schwingen dunkel auslaufend; Schwarz, Rot und Gelb satt und glanzreich, bei Weißbindigen und Weißgeschuppten Schwingen und Schwanz mit Spiegelzeichnung oder gesäumt (einfarbig nicht fehlerhaft), Schilder mit Saum oder Dreieckschuppung; weiße Binden und Schuppung bei Blauen mit dunklem Saum.
    Bei Rot- und Gelbfahl-Gehämmerten und Fahlen muss Pigment in Rücken, Schwingen (verdeckt), Schwanz und Keil vorhanden sein. Grundfarbe weiß, farbig sind Kopf mit mittelgroßem Latz, Flügel, Rücken, Schwanzdecken, Schwanz, Unterschwanz (Keil) und die Federpartie um das Fersengelenk (Hosen). Diese möglichst klein.

    Ringgröße:

    10

    Mährischer Strasser

    Mährischer Strasser

    Herkunft:

    Frühere Tschechoslowakei (Tschechien), in Mähren aus Florentinern, Kröpfern und Feldtauben erzüchtet.

    Farbenschläge:

    Stahlblau mit schwarzen Binden, Stahlblau ohne Binden, Schwarz, Rot, Gelb, Blaufahl mit dunklen oder ohne Binden, Rotfahl, Gelbfahl; Gehämmerte in Stahlblau, Blaufahl, Rotfahl und Gelbfahl; Weißbindig in Blau, Hellblau, Blaufahl, Schwarz, Rot und Gelb; Weißgeschuppt in Blau, Hellblau und Blaufahl; Gesäumt in Schwarz, Rot und Gelb; Weißschwänzige in den genannten Farben.

    Farbe und Zeichung:

    Grundfarbe Weiß. Farbig sind Kopf mit mittelgroßem Latz, Flügel, Rücken, Schwanz, Schwanzdecke und Keil. Kleine farbige Hosen sind gestattet.

    Bei allen Farbenschlägen intensive Farben. Bei Schwarz, Rot und Gelb äußerst glanzreich. Blaue sind dunkler als im üblichen Farbton. Alle Binden nicht zu breit, durchgehend und getrennt verlaufend. Fahle haben möglichst reine, nicht wolkige Flügelschilder; Rotfahle und Gelbfahle haben gleichmäßige Hals- und Bindenfarbe. Weißbindige und Weißgeschuppte in Blau und Blaufahl mit in geschlossenem Zustand durchgefärbten Schwingen und Schwanz sowie schwarzgesäumten Flügelbinden bzw. Schuppung. Weißbindige und Weißgeschuppte in hellblau mit hell auslaufenden Schwingen und heller Schwanzbinde; Flügelbinden und Schuppung ohne Saum (zarter grauer Saum gestattet). Die Schuppung möglichst rein und gleichmäßig. Weißbindige und Gesäumte in Schwarz, Rot und Gelb haben Spiegelzeichnung in Schwingen und Schwanz oder sind gesäumt (durchgefärbt nicht fehlerhaft). Die Schildfedern der Schwarzgesäumten sind möglichst weiß, die der Rot- und Gelbgesäumten hell. Die Spitze jeder Schildfeder ist in der Zeichungsfarbe gesäumt. Weißschwänze haben weißen Schwanz, Decke und Keil.

    Ringgröße:

    8

    Luchstaube

    Luchstaube

    Herkunft:

    Westgalizien. Vor etwa 150 Jahren aus Feldtauben und weißgespitzten Schlesischen Kröpfern erzüchtet; um 1870 in Deutschland eingeführt.

    Farbenschläge:

    Einfarbig und geschuppt in Blau, Schwarz, Rot und Gelb; mit weißen oder farbigen Schwingen.

    Farbe und Zeichnung:

    a) Einfarbig Blau: Reine blaue Grundfarbe mit weißen, möglichst gleichmäßigen, gut abgeschlossenen schwarz gesäumten Binden.

    b) Blau-Geschuppt: Reine blaue Grundfarbe, klare Schuppenzeichnung über das ganze Flügelschild gleichmäßig verteilt.

    c) Einfarbig Schwarz: Tiefschwarze Grundfarbe, möglichst mit Grünglanz, mit weißen, möglichst gleichmäßigen, gut abgeschlossenen Binden.

    d) Schwarz-Geschuppt: Grundfarbe schwarz, Grünglanz erwünscht, Schuppenzeichnung über das ganze Flügelschild gleichmäßig verteilt.

    e) Einfarbig Rot und Gelb: Möglichst satte Grundfarbe mit weißen, möglichst gleichmäßigen, gut abgeschlossenen Binden.

    f) Rot- und Gelb-Geschuppt: Möglichst satte Grundfarbe, klare Schuppenzeichnung über das ganze Flügelschild gleichmäßig verteilt.

    Eine fehlerfreie Schuppenzeichnung ergibt sich aus gleichmäßig gezeichneten Deckfedern auf Schild, Schultern und Rücken. Jede Feder soll beiderseits des Schaftes ein möglichst gleichgroßes, weißes Oval aufweisen, beim blau-geschuppten Farbenschlag mit schwarzem Saum. Der mehr oder weniger einem Dreieck ähnliche Auslauf der Feder muss den Grundfarbton aufweisen. Die Binden sollen lang durchgehen, parallel verlaufen, auf dem Rücken gut schließen, aber nicht zusammenlaufen, weder zu breit noch zu schmal sein; sie müssen rein weiß und bei den blauen Farbenschlägen mit einem klaren samtschwarzen Saum abgegrenzt sein.

    Ringgröße:

    9

Farbentauben

  • Böhmentaube

    Böhmentaube

    Herkunft:

    Böhmen. Anfang des 19. Jahrhunderts in Deutschland eingeführt.

    Farbenschläge:

    Schwarz, Rot, Gelb, Braun, Blau mit schwarzen Binden, Blau ohne Binden, Hellblau mit weißen Binden, Hellblau-Weißgeschuppt, Blaufahl, Rotfahl, Gelbfahl, Braunfahl, Blaugehämmert, Blaufahl-Gehämmert, Rotfahl-Gehämmert, Gelbfahl-Gehämmert und Braunfahl-Gehämmert.

    Farbe und Zeichnung:

    Alle Farben satt und rein. Grundfarbe weiß. Kopf, Latz, Flügelschild und Schwanz mit Keil und Decke farbig; Kopfzeichnung im Nacken nicht allzu tief herabreichend. Der Latz reicht bis etwas unterhalb der Halsmitte, ist aber bei Täubinnen meist etwas kürzer. Unterrücken und 7 bis 10 Handschwingen weiß. Daumenfedern (Klappe) farbig.

    Ringgröße:

    8

    Gimpeltaube

    Gimpeltaube

    Herkunft:

    Vermutlich Dalmatien/lllyrien. Die Kupferschwarzflügel (engl.: Archangel) wurden in England, die anderen Farbenschläge in Deutschland durchgezüchtet und weiter verfeinert.

    Farbe und Zeichnung:

    A) Kupfergimpel

    a) Schwarzflügelgimpel: Kopf, Hals, Brust, Bauch, Schenkel bis einschließlich Keil kupferbronzefarbig. Die Farbe soll wie hochpoliertes Kupfer glänzen, je feuriger, desto besser. Sie muss sich über die erwähnten Körperteile gleichmäßig erstrecken und darf nicht vom Bauch ab matt oder grünlich werden. Flügelschilder, Rücken und obere Schwanzdecke tiefschwarz mit käfergrünem Glanz ohne jede Beimischung von Purpur, violetter oder stahlblauer Farbe; Außenfahne der Schwungfedern sowie Schwanz reinschwarz.

    b) Weißflügelgimpel: Kupferfarbe wie beim Schwarzflügelgimpel. Nur ist diese etwas dunkler und ähnelt einem Braunrot. Der Metallglanz tritt auch nicht so intensiv hervor wie bei diesem. Rücken, obere Schwanzdecke, Flügel und Schwanz rein elfenbeinfarbig, hohlig oder mit Binden. Bei den bindigen Tieren müssen die Innenfahne der Schwungfedern und die Unterseite der Schwanzfedern mit je einem farbigen Fleck (Spiegel) versehen sein, der aber nur in ausgebreitetem Zustand von Flügel und Schwanz sichtbar werden darf. Die Binden sollen schmal, durchgehend und von kräftiger braunroter Farbe sein. Die hohligen Weißflügel brauchen keine Spiegelzeichnung aufzuweisen, doch ist diese kein Fehler.

    c) Blauflügelgimpel: Kopf, Hals, Brust, Bauch, Schenkel und Keil wie beim Schwarzflügelgimpel. Die Kupferfarbe soll rotglänzend sein. Flügel, Rücken, obere Schwanzdecke und der Schwanz reinblau (etwas hellere oder dunklere Farbe ist zugelassen), ohne oder mit schwarzen Binden, Schwingenspitzen dunkel auslaufend; Schwanz mit dunklem Querband. Die Blaugehämmerten sollen bei blauer Grundfarbe eine schwarze Hämmerung zeigen.

    Bei den Farbenschlägen zu a) und c) kommen auch Tiere mit weißen Schwingen vor; verlangt werden 6:6, 7:7 oder 8:8 Schwingen. Tiere mit Mönch- oder Pfaffenzeichnung sind ebenfalls anerkannt. Sie sind aber fast stets unrein in Zeichnung (Weiß an Bauch und Rücken).

    B) Goldgimpel

    Kopf, Hals, Brust, Bauch, Schenkel und Keil bei allen Arten goldgelb; ob etwas heller oder dunkler, ist unwesentlich. Die Farbe muss sich über die genannten Körperteile gleichmäßig erstrecken. Mehliges oder zu rotglänzendes Gold schließen von der Vergabe der Note sg aus. Die Goldfarbe der Weißflügel kann etwas satter sein als die der Schwarz- oder Blauflügel, auf keinen Fall heller als diese. Schwanz, Flügeldecken und Rücken bei Schwarzflügeln tiefschwarz mit grünschillerndem Glanz; Außenfahne der Schwungfedern und Schwanz reinschwarz. Rücken, Flügeldecken und Schwanz bei Weißflügeln reinelfenbeinfarbig; bei bindigen Tieren Schwung- und Schwanzfedern mit je einem farbigen Fleck (Spiegel) versehen, der aber bei geschlossenem Flügel oder Schwanz nicht sichtbar sein darf; Flügelbinden schmal und durchgehend, von gleicher Farbe wie Brust, Hals usw. Rücken, Schwanz und Flügeldecken bei Blauflügeln reinblau, letztere ohne oder mit schmalen, schwarzen oder weißen durchgehenden Binden. Die blaue Farbe hat einen leichten Stich ins Gelbe; je satter blau die Farbe, desto besser, ob etwas heller oder dunkler, ist ohne Belang. Schwingenspitzen dunkel auslaufend, Schwanz mit dunklem Querband. Die Blaugehämmerten sollen bei blauer Grundfarbe eine schwarze Hämmerung zeigen. Für die weißgeschwingten Arten, für Gemönchte und Tiere mit weißer Kopfplatte gilt das bei der Beschreibung der Kupfergimpel Gesagte.

    Ringgröße:

    7

    Italienische Mövchen

    Italienische Mövchen

    Herkunft:
    Jahrhunderte alte oberitalienische Rasse (italienischer Name: Reggianino). 1880 nach Deutschland eingeführt.

    Gesamteindruck:
    Kleine, graziöse Taube mit waagerecht getragenem Körper auf über mittelhohen Beinen.
    Kopf: Stirn breit angesetzt, deutlicher Stirn-Schnabelwinkel. Oberkopf abgeflacht mit genügend Substanz über dem Auge, Hinterkopf abgekantet.
    Hals: Mittellang, nach hinten etwas durchgedrückt, stolz getragen; leichte Wamme, gut entwickeltes Jabot. 
    Brust: Breit, gut gerundet, leicht hervortretend.
    Rücken: Breit, flach, waagerecht. 
    Flügel: Nicht zu lang, Flügelschild gut gerundet, auf dem Schwanz getragen, Bug leicht vom Körper abstehend. 
    Schwanz: Möglichst kurz, waagerecht und geschlossen getragen. 
    Läufe: Unbefiedert, reichlich mittellang, gestreckt; Unterschenkel ganz sichtbar. Im Affekt steht die Taube auf den Zehenspitzen. Krallenfarbe der Schnabelfarbe entsprechend, bei Gescheckten ohne Bedeutung. 
    Gefieder: Straff anliegend.

    Farbenschläge:
    Einfarbig: Weiß, Schwarz, Dun, Rot, Gelb, Dunkel, Dominant Rot, Dominant Gelb, Blau mit schwarzen Binden oder ohne Binden, Blau-Gehämmert, Blaufahl mit dunklen Binden, Blaufahl-Gehämmert, Mehllicht mit oder ohne Binden, Gelercht, Rotfahl, Gelbfahl, Rotfahl-Gehämmert, Gelbfahl-Gehämmert, Blauschimmel, Rotfahlschimmel, Gelbfahlschimmel, Eisfarbig, Eisfarbig-Gehämmert, Vielfarbig, Kite, Golddun, Agate in Rot und Gelb, De Roy

    Sprenkel: Schwarz

    Gescheckt: Schwarz, Blau mit schwarzen oder ohne Binden, Blau-Gehämmert, Blaufahl, Blaufahl-Gehämmert, Rotfahl, Rotfahl-Gehämmert, Gelbfahl, Gelbfahl-Gehämmert


    Grobe Fehler:
    Zu langer Körper; abfallende Haltung, zu tiefer Stand, abgerundeter Kopf, zu fla¬che Stirn, zu langer, dünner oder sehr kurzer Schnabel, fehlender Schnabel-Stirn-Winkel, roter Augenrand, zu kurzer Hals, fehlendes Jabot, starke Farb- und Zeichnungsmängel

    Bewertung
    Gesamteindruck – Haltung und Stellung – Kopf- und Schnabelform – Gefieder-, Augen- und Schnabelfarbe

    Ringgrößen: 7

    Sächsische Flügeltaube

    Sächsische Flügeltaube

    Herkunft:

    Sachsen. Seit langer Zeit besonders im Erzgebirge und in der Lausitz, aber auch in Schlesien und Böhmen gezüchtet.

    Farbenschläge:

    Schwarz, Rot, Gelb, Blau, Blaufahl, alle mit weißen Binden oder weißgeschuppt, Blau und Blaufahl mit schwarzen bzw. dunklen oder ohne Binden, Blaugehämmert, Blaufahl-Gehämmert.
    Böhmische Flügelschecken: Schwarz, Rot, Gelb, Blau.
    Reißerflügel: Rot und Gelb.

    Farbe und Zeichnung:

    Die Lackfarben rein und glanzreich. Blau und Blaufahl hell und gleichmäßig; Geschuppte mit äußerlich durchgefärbten Schwingen; Schwarz-Weißgeschuppte müssen Finkenzeichnung haben. Binden rein, möglichst schmal, glattlinig, durchgehend, voneinander getrennt. Weiße Binden bei Blau und Blaufahl mit zarter, dunkler Säumung. Grundfarbe weiß; farbig sind eine Stirnschnippe, die Latschen und die Flügel, mit Ausnahme des Schultergefieders, das ein breites, gut abgerundetes weißes Rückenherz bildet. Schenkelbefiederung möglichst weiß, etwas farbig ist nicht zu strafen. Schnippe schmal angesetzt, nach oben breiter werdend (birnenförmig) und höchstens bis in Höhe der Augenmitte reichend, seitlich nicht an die Augenränder kommend.

    Böhmische Flügelschecken sind auf den Flügelschildern möglichst regelmäßig weißgescheckt. Hand- und Armschwingen eine um die andere weiß und farbig, ebenso die Latschen. Die ersten 2 Handschwingen sollen farbig sein. An die Farbe sind keine hohen Ansprüche zu stellen.

    Reißerflügel sind rot- oder gelbgehämmert. Hämmerungsflecken möglichst groß, helle Federspitze möglichst klein (= dunkel gehämmert); Schwingenpigment nur an den Innenfahnen, bei geschlossenen Flügeln Schwingen hell. Auch Latschen hell, aber nicht weiß. Oberschnabel dunkel- bzw. hellhornfarbig.

    Ringgröße:

    11

    Süddeutsche Schildtaube

    Süddeutsche Schildtaube

    Herkunft:

    Süddeutschland, vor allem Württemberg.

    Farbenschläge:

    Schwarz, Rot, Gelb, Blau mit schwarzen oder ohne Binden, Blaugehämmert, Blaufahl mit oder ohne Binden, Blaufahl-Gehämmert, Rotfahl, Rotfahl-Gehämmert, Gelbfahl, Gelbfahl-Gehämmert, Weißbindig und Weißgeschuppt in Schwarz, Rot, Gelb, Hellblau, Blau und Blaufahl; Blau-Rosageschuppt.

    Farbe und Zeichung:

    Alle Farben satt bzw. klar und rein; Unterflügel bei den Lackfarben durchgefärbt; Schmalzkiele dürfen vorhanden sein. Die Blauen und Fahlen haben reine, nicht wolkige Flügelschilder und die Gehämmerten und Geschuppten möglichst scharfe, gleichmäßige Flügelzeichnung. Die weißbindigen und weißgeschuppten Blauen und Blaufahlen haben schwarzen bzw. dunklen Binden- bzw. Schuppungssaum. Die weißbindigen und weißgeschuppten Hellblauen sind ohne Binden- bzw. Schuppungssaum (zarter grauer Saum gestattet) und haben hell auslaufende Schwingen (sofern nicht weiß). Alle Binden rein, schmal, durchgehend und getrennt verlaufend. Die Blau-Rosageschuppten sind blau-weißgeschuppt mit rötlichen Einlagerungen in Binden und Schuppung. Grundfarbe und 8-10 handschwingen weiß; farbig sind die Flügelschilder einschließlich der Daumenfedern (Klappen).

    Ringgröße:

    8

Strukturtauben

  • Altholländische Kapuziner

    Altholländische Kapuziner

    Herkunft:

    Etwa um 1500 von holländischen Seefahrern aus Indien eingeführt, nachweislich seit 1661 in Holland gezüchtet.

    Farbenschläge:

    Schwarz, Dun, Rot, Gelb, Blau mit schwarzen Binden, Rotfahl, Gelbfahl, Blaufahl; Getigert in Schwarz, Rot und Gelb; einfarbig Weiß.

    Farbe und Zeichnung:

    Alle Farben gleichmäßig, satt und rein. Die farbigen Schwingen der Roten und Gelben laufen hell aus. Die Blauen und Fahlen mit möglichst reiner Schildfarbe. Die Fahlen mit intensiver Hals-, Brust- und Bindenfarbe. Bei rot- und gelbfahlen Täubinnen ist gräulicher Anflug in der Brustfarbe gestattet. Die Zeichnung ist die alte Form der Mönchzeichnung. Weiß sind der Kopf bis 1/2 cm unter dem Auge, 7 bis 12 Schwingen, Unterrücken, Schwanz, Bauch, Schenkel, Keil und Aftergefieder; etwas farbige Zeichung hinter den Schenkeln ist gestattet. Das übrige Gefieder ist farbig, auch die Innenseite der Kappe und der Bauch bis kurz vor die Schenkel. Bei den Getigerten muss die Mönchzeichnung erkennbar sein.

    Ringgröße:

    8

    Lockentaube

    Lockentaube

    Herkunft:

    Unbekannt, vermutlich Südosteuropa. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden schon Lockentauben in Deutschland und England gezüchtet.

    Farbenschläge:

    Schwarz, Weiß, Blau-, Rot- und Gelbschimmel.

    Farbe und Zeichnung:

    a) Schwarz: Reinschwarz;
    b) Weiß: Ohne gelblichen Anflug;
    c) Blauschimmel: Hell- oder dunkelblau, Binden schwarz, Flügelschild und Kopf hell- bis dunkelschimmlig, Schwanz und Schwingen blau, Schwanz mit dunklerem Band;
    d) Rotschimmel: Ziegelrot, Kopf hellschimmelfarbig, jedoch ohne Sprenkelung. Hals, Brust und Binden müssen reinbraunrot sein. Schwingen und Schwanz weiß, jedoch kann die Innenfahne der Handschwingen mit rotem Farbstoff durchsetzt sein, Flügelschild hell- bis dunkelschimmlig;
    e) Gelbschimmel: Farbverteilung wie bei den Rotschimmeln. Die Grundfarbe soll ein schönes, saftiges Semmelgelb sein.

    Ringgröße:

    9

    Perückentaube

    Perückentaube

    Herkunft:

    Um 1550 durch holländische Seefahrer aus Indien nach Europa gebracht, fand in West- und Mitteleuropa eine rasche Verbreitung.

    Farbenschläge:

    Weiß, Gelbgetigert, Rotgetigert, Schwarzgetigert; Gelbgemöncht, Rotgemöncht, Blaugemöncht mit schwarzen oder ohne Binden, Schwarzgemöncht. Gelbfahl-Gemöncht.

    Farbe und Zeichnung:

    Farben gleichmäßig satt und rein.
    Gemönchte: Der weiße Kopf wird durch eine Linie begrenzt, die vom Schnabel mitten durch das Auge verläuft. 6-8 Schwingen und der Schwanz weiß.
    Getigerte: Auf weißem Grund möglichst gleichmäßig verteilte, nicht zu große, reinfarbige Flecken; Kopf, Schwingen und Schwanz möglichst reinweiß.

    Ringgröße:

    8

    Pfautaube

    Pfautaube

    Herkunft:

    Eine der ältesten Taubenrassen; aus Indien im 16. Jahrhundert nach Europa und um 1650 auch nach Deutschland eingeführt.

    Farbenschläge:

    Weiß, Gelb, Rot, Blau, Blaugehämmert, Milky, Blaufahl, Schwarz;
    Spiegelschwänze in Rot und Gelb;
    Schildige in Gelb, Gelbfahl, Rot, Rotfahl, Blau, Blaugehämmert und Schwarz;
    Farbenschwänze in Gelb, Rot, Blau und Schwarz;
    Weißschwänze in Gelb, Rot, Blau, Blaugehämmert und Schwarz;
    Getigerte und Gescheckte in Schwarz und Blau.

    Farbe und Zeichnung:

    Weiße reinweiß, silberweiß glänzend, Farbige und Gezeichnete satt und glänzend; bei Schildigen 7-12 Schwingen weiß; Binden bei Blauen und Blauschildigen reinschwarz; bei Spiegelschwänzigen jede Schwanzfeder mit breitem, weißem Spiegelfleck, bei glattem Fächer aneinander gereiht, auf farbigem Grund ein weißes Band bildend. Farbenschwänze möglichst mit farbigen, Weißschwänze möglichst mit weißen Ober- und Unterkissen.

    Ringgröße:

    8

Huhntauben

  • Huhnschecke

    Huhnschecke

    Herkunft:

    Oberösterreich, vermutlich aus Florentinern, Nürnberger Bagdetten und Türkentauben herausgezüchtet.

    Farbenschläge:

    Schwarz, Rot, Gelb, Blau mit schwarzen Binden, Hellblau mit weißen Binden, Blaugehämmert, Braun, Braunfahl, Braunfahl-Gehämmert.

    Farbe und Zeichnung:

    Kopfseiten, Latz bis zum Brustbein, Flügelschilder und Schwanz farbig, alles andere weiß. Vom Schnabelansatz zieht sich über den Kopf ein 3 bis 5 mm breiter, weißer Scheitel (Bandstreif) bis zum Weiß des Hinterhalses. Zwischen Latz und Bug bleibt ein 1 cm breiter weißer Streifen. 6-11 weiße Schwingen, farbige Daumenfedern werden angestrebt.

    Ringgröße:

    9

    Kingtaube

    Kingtaube

    Herkunft:

    In den USA aus Römern, Maltesern, Brieftauben und Ducheß herausgezüchtet. In den 90er Jahren entstand Weiß; Silber wurde in den USA 1921 anerkannt, Gelb, Rot, Dun und Blau 1932 in den Standard aufgenommen; Schwarz folgte später.

    Farbenschläge:

    Weiß, Braunfahl (Silber), Blau, Blaugehämmert, Schwarz, Dun, Rot, Gelb;
    Tiger in Blau, Schwarz, Rot und Gelb;
    Schecken in Blau, Schwarz, Rot und Gelb.

    Farbe und Zeichnung:

    Die Weißen ohne farbige Feder. Bei Silber-King ein klares, helles Silbergrau auf den Flügeldecken, Körperfarbe etwas dunkler, Hals mit leichtem grünlichem Glanz. Flügel- und Schwanzbinde schokoladenbraun, Schwingen fahl. Blau in reinem Ton, mit glanzreichem Hals und schwarzen Binden. Bei Blaugehämmerten kommt eine möglichst gleichmäßige, scharfe, tiefschwarze Hämmerung hinzu. Diese drei Farbenschläge möglichst mit farbigem Rücken. Schwarz, Rot und Gelb in satten Far- ben. Dun gleichmäßig dunkelschokoladenbraun ohne Binden. Tiger so gleichmäßig wie möglich gezeichnet; Schwingen und Schwanz farbig. Schecken sollen bei Überwiegen des Weiß möglichst gleichmäßig verteilte farbige Partien zeigen; Schwingen und Schwanz müssen gescheckt (nicht reinweiß) sein. Die Farben rein bzw. satt.

    Ringgröße:

    10